Vortrag: Wann ist Gewalt Gewalt? – Gewaltgeneigte Situationen in der Betreuung und Pflege – Dr. in Margit Scholta

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planetarium – Die Sendung der Grünen Bildungswerkstatt OÖ
  • Salongespräche_14_Gewaltgeneigte Situationen in der Pflege
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Nach dem Bonner Gerontopsychiater Rolf Hirsch versteht man unter „Gewalt eine Handlung oder Drohung, die grundlegende menschliche Bedürfnisse (Wohlbefinden, Überleben, persönliche Identität und Freiheit) beeinträchtigt, einschränkt oder deren Befriedigung verhindert“. Gewalthandlungen sind Menschenrechtsverletzungen – darüber besteht Konsens. Doch auf die Frage, wann und wo Gewalt beginnt, wer Gewalt ausübt, erhalten wir unterschiedliche, oft auch konträre Antworten.

Die Grenzen sind fließend, zu unterscheiden wer Täter, Täterin oder Opfer ist, fällt schwer. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es ein breites Spektrum an Regelungen, Prozessen und Handlungen gibt, durch die Menschen gekränkt, verletzt und geschädigt werden.

Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen der personellen (direkte Gewalt) und der strukturellen (indirekte Gewalt) Ebene. Kulturelle Gewalt fördert bzw. unterstützt das Entstehen von direkter (personeller) und indirekter (struktureller) Gewalt.

Um das Tabu „Gewaltgeneigte Situationen in der Betreuung und Pflege“ zu durchbrechen, ist eine intensive Bewusstseinsarbeit erforderlich. Dazu gehört nicht nur die Beschreibung der Formen von Gewalt, sondern auch die Bereitschaft, die strukturellen und kulturellen Ursachen anzuschauen und zu verändern.

Im Vortrag spricht Frau Dr.in Margit Scholta, Soziologin, Konsulentin für Soziales des Landes OÖ, Ehrenvorsitzende von Pro Senectute Österreich und Mitglied der Expertinnen- und Expertengruppe im Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich.

Sie war am 20. November 2019 im Rahmen der Salongespräche der Grünen – Generation plus OO in Linz als Referentin zu Gast.

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