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  • 2. juni 2007: improvisatorischer grenzgang mit trompete
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zu gast im studio: franz hautzinger

franz hautzinger – Komponist und Interpret zeitgenössischer und improvisierter Musik.
Geboren 1963. Studierte Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Konservatorium der Stadt Wien.
franz hautzinger ist (gast-)solist zahlreicher ensembles und kooperationspartner mit dem who is who der internationalen zeitgenössischen musikszene wie elliott sharp, gil evans, sainkho namtchylak, john cale, christian fennesz, otomo yoshihide, butch morris, phil niblock, klaus öhring, lou reed, derek bailey, the temptations, john tilbury, tony oxley, joachim kühn) und leiter eigener projekte (franz hautzinger speakers corner, dachte musik, regenorchester, gomberg). er gehört zu den profiliertesten österreichischen musikerpersönlichkeiten.
Als eigenständige Instrumentalstimme im zeitgenössischen Jazz sozialisiert, hat sich Franz Hautzinger in den letzten Jahren als Improvisator, Komponist und Konzeptualist verstärkt einer von der Neuen Musik inspirierten und von Jazzidiomatik weitgehend emanzipierten Klangsprache zugewandt. Eine explizite, weit ausholende Linearität, die Elemente des Modal (Miles Davis) und des Free Jazz (Bill Dixon) verarbeitet, tritt dabei zugunsten eines konsequent klangbetonten Auslotens von Handlungs- und Ereignisräumen zunehmend in den Hintergrund. Bei aller äußeren Reduktion auf aphoristische Kürzel und lakonische Gesten (flüchtig hingehauchte Melodiepartikel, in die Stille implodierende Einzeltöne, elaborierte Mikrosounds oder der pointierte Einsatz von Vierteltonintervallik) ist Hautzingers Musik stets von einer engmaschigen, assoziationsreichen Textur, die sich eher über Parameter wie Dichte, Volumen und Farbe als durch distinktive Tonhöhen und -dauern mitteilt. Seine radikal subjektiven Arbeiten – von der Soloperformance, die auch Außermusikalisches wie Privatheit und Intimität thematisiert, bis zu variabel besetzten Ensemblewerken – sind häufig durch flexible Rahmennotationen oder graphische Strukturplane prästabilisiert und verlieren auch dann nichts von ihrer Präzision, Transparenz und spröden Schönheit, wenn sie gänzlich der Intuition des Augenblicks („realtime-composing“) überantwortet sind.
(Klaus Peham)
franz hautzinger trio feat. jarrod cagwin
franz hautzinger: quartertone trumpet, achim tang: bass, jarrod cagwin: frame drums, percussion
am 4.6. 21 uhr im porgy & bess

Playlist
livemitschnitte
Chisholm & Hautzinger Quartett
Regenorchester XI
Gomberg II

der wiener salon

Beteiligte:
Christine Reiterer (Gestalter/in)
Franz-Martin Pollany (Produktionspersonal)
Georg Wagner (Produktionspersonal)
Franz Hautzinger (Interviewgast)