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Das heisse Element – das Symbol der Macht, der Gefahr, des Kriegs, der Revolte, des Männlichen. In der letzten Folge unserer Serie zu den vier Elementen nach Empedokles geht es um das Feuer.

Das Feuer steht zwar für die Gefahr, ist aber auch Symbol der Geborgenheit, eben der wohltuenden Wärme, wie wir sie vom warmen Ofen bekommen. Es ist wandelbar, vom kleinen Funken über die Glut und das Lagerfeuer bis hin zum alles vernichtenden Feuersturm.

Das Feuer ist aber auch der Kulturbringer schlechthin. Über seine Beherrschung lernte der Mensch kochen, keramische Gefäße herzustellen und Metall zu gewinnen. Die Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ist vielleicht auch über den gezielten Gebrauch des Feuers und seiner Zähmung zu verstehen.

Diese chemisch induzierte Licht- und Hitzeerscheinung steht aber natürlich nicht zuletzt auch für die Liebe, die Erotik und den Sex. In der sexuellen Begierde „stehen wir im Feuer“, wurde in uns „das Feuer entfacht“, „brennen“ wir oder in uns ist die „Liebe entbrannt“.

Die andere Seite, die der religiösen Liebestöter, hat es aber auch mit dem Feuer. Nicht nur in der Kirche brennen die Kerzen, sondern auch die „Hexen“ wurden stilecht auf dem Scheiterhaufen vernichtet. Und mit „Feuer und Schwert“ wurde der Glaube verbreitet. Auch das alte Testament, die jüdische Mythologie, kannte an vielen Stellen das Feuer – am stärksten wohl in der Geschichte von Kain und Abel, wo das Brandopfer nur dann als angenommen galt, wenn das Feuer empor zum Himmel stieg.

Und so geht es dahin mit den vielfältigen Assoziationen, Prometheus und „Der Name der Rose“, der Phönix aus der Asche, Sonnwendfeuer und Bücherverbrennungen, der große Brand im Yellowstone Park und das um das Feuer tanzende Rumpelstilzchen – vieles wäre uns noch eingefallen, das Thema ist unendlich, aber eine Stunde Radiozeit läßt sich nunmal nicht dehnen und ein bisserl feurige Musik mußte ja auch sein…

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Hinweis an die Redaktionen: Die letzten 3:17 sind nur Musik, also wegschneidbar.

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Die vorhergehenden Sendungen zum Thema „Vier Elemente“: