number two

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  • Landeskultur_November2022
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Das geschnittene Frauenbild

kuratiert von Gabriele Spindler: Norm, Sanktion und Manipulation in der Gruppe als Kunst-Beweis, ein besonders beliebter Stalin-Doppelgänger, Gruppenbild mit Katzen und „singing revolution“ als aktuelle und politische Statements einer Künstlerin, die vor rund 20 Jahren aus Rußland geflüchtet und heute Kunstuni-Professorin in Linz ist.

 

Das Schlossmuseum zeigt die bisher größte Werkschau von Anna Jermolaewa und stellt die Künstlerin, die seit 2019 Professorin für Experimentelle Gestaltung an der Linzer Kunstuniversität ist, erstmals umfassend in Linz vor.

Die 1970 in St. Petersburg geborene Künstlerin, die aus der Sowjetunion geflohen ist und in Österreich politisches Asyl erhielt, lebt seit 1989 in Wien. In ihrer Arbeit erweist sich Anna Jermolaewa als genaue Beobachterin des menschlichen Zusammenlebens, seiner gesellschaftlichen Bedingungen und politischen Voraussetzungen. Oft sind es scheinbar unbedeutende, alltägliche Manifestationen der conditio humana, die sie in kritischer, gleichzeitig aber humorvoller Art und Weise hinterfragt. Dabei entstehen neben Videos, Fotografien und Zeichnungen auch raumgreifende Inszenierungen und Installationen.

Zu der Auswahl bedeutender Arbeiten aus ihrem 25-jährigen Schaffen kommt die eigens für die Ausstellung entstandene Videoinstallation „Singing Revolution“. Anna Jermolaewa war dafür im Sommer 2022 – der Krieg in der Ukraine tobte bereits – nach Estland, Lettland und Litauen gereist. Aus London brachte sie neue Fotos aus ihrer Serie „Hostile Architecture“ mit; sie sind Beispiele dafür, wie sich benutzerunfreundlich gestaltete Stadtmöbel gegen Obdachlose und sozial Benachteiligte richten.

Radio FRO im Interview mit der Kuratorin Gabriele Spindler und Anna Jermolaewa. Die Ausstellung number two hat Dienstag Abend, 22. November, im Schlossmuseum, Untergeschoß Südflügel, eröffnet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Fotocredit: Michael Maritsch

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