Inklusion – eine Gesellschaft für alle?

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unerhört! Der Info-Nahversorger auf der Radiofabrik
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Inklusion – Barrieren trotz UN-Konvention

Die Behindertenrechtskonvention beinhaltet der Vereinten Nationen – neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen – eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen. Symbolbild: Inklusion – United Nations

Die UN-Behindertenrechtskonvention stärkt die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung weltweit. Zentraler Leitgedanke bei der Umsetzung der Konvention ist das Prinzip der Inklusion, wonach Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen an der Gesellschaft teilhaben sollen. Österreich ist diesem Übereinkommen beigetreten und hat es 2008 ratifiziert doch in der Praxis fehlt es in vielen Bereichen an der notwendigen Umsetzung.

Wir sind laut, weil ihr unsere Rechte klaut!

Am 28. September 2022 wurde österreichweit mit Protestkundgebungen und Mahnwachen gegen die Unterlassung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Bild: radiofabrik / Micha Hoppe

Um auf den Handlungsbedarf aufmerksam zu machen sind Ende September österreichweit etwa 4.000 Menschen mit und ohne Behinderung auf die Straße gegangen und forderten unter dem Motto „Wir sind laut, weil ihr unsere Rechte klaut „ ihre Rechte ein. „Lohn statt Taschengeld und wir fordern Arbeit von der man leben kann!“, appelliert Brigitte Brandner, eine der Teilnehmerinnen auf der Demo. Micha Hoppe hat Stimmen und Forderungen auf der Demonstration in Salzburg eingefangen und mit Claudia Tomasini, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit und Mitorganisatorin dieser Veranstaltung, zu ihren Erfahrungen auf dem Weg der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention                                                             befragt.

Inklusion – eine Gesellschaft für alle?

Als soziologischer Begriff beschreibt das Konzept der Inklusion eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbst bestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen. In der inklusiven Gesellschaft gibt es keine definierte Normalität, die jedes Mitglied dieser Gesellschaft anzustreben oder zu erfüllen hat. Normal ist allein die Tatsache, dass Unterschiede vorhanden sind. „Die entscheidende Frage ist, wie man die Solidarität der Menschen die vom Thema nicht angesprochen sind bekommt“, sagt Robert Schneider Reisinger, Hochschulprofessor für Erziehungswissenschaft und Inklusion der PH Salzburg im Gespräch mit Micha Hoppe und ist dabei der Frage nachgegangen wie der Weg zu einer Gesellschaft die alle inkludiert sein könnte.

Mehr Informationen über die UN-Behindertenrechtskonvention sind auf der UN-Website „United Nations Treaty Collection“ zusammengefasst.

Moderation der Sendung Veronika Aschenbrenner mit technischer Unterstützung von Tobias Posawetz.

unerhört! Das Magazin – offen und vielschichtig – am Donnerstag um 17:30 Uhr & in der Wiederholung Freitag um 7:30 Uhr und 12:30 Uhr!

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