WiderstandsChronologie 3. Juli bis 30. September 2022

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WiderstandsChronologie
  • WiderstandsChronologie-Sommer2022
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WiderstandsChronologie 20. November bis 2. Dezember 2022
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18:12 Min.
WiderstandsChronologie 4. bis 19. November 2022
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WiderstandsChronologie 16. Oktober bis 4. November 2022
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WiderstandsChronologie 1. bis 15. Oktober 2022
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WiderstandsChronologie 22. Mai bis 4. Juni 2022
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WiderstandsChronologie 7. bis 20. Mai 2022
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WiderstandsChronologie 24. April bis 6. Mai 2022

+++ Rückblick auf Proteste im Sommer 2022 +++ Gedenken an Seibane Wague +++ Gedenken an den Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze +++ Hiroshima-Tag +++ Proteste gegen Taliban +++ Preise runter! +++ #LobauBleibt +++ Gegen neonazistische Aktivitäten in Wien 2 +++ Solidarität mit Frauen im Iran #MahsaAmini #JinJiyanAzadi +++

 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie, diesmal mit einem wohl nicht ganz vollständigen Rückblick auf den ganzen Sommer 2022.

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15. Juli 2022: Gedenken an Seibane Wague

Am 15. Juli gedachten rund 15–20 Personen im Stadtpark Seibane Wague, der dort am 15. Juli 2003 bei einem Polizei- und Rettungseinsatz getötet worden ist. [Redenausschnitt]
[Ausführlichere Ausschnitte aus dieser Kundgebung waren in der Sendung „Radio Widerhall“ am 6. August 2022 zu hören.]

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16. Juli 2022: 10 Jahre Frauenrevolution in Rojava

Am 16. Juli demonstrierten rund 150 Personen auf der Mariahilfer Straße in #Wien anlässlich von „10 Jahren Frauenrevolution in Rojava“ Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung und gegen türkische Angriffe.

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1. August 2022: Gedenken an von Corona-Verharmloser*innen in Suizid getriebene Ärztin

Am 1. August gedachten tausende Menschen – jedenfalls mehr als 6.000 – mit einem Lichtermeer am Stephansplatz der mutmaßlich von Corona-Verharmloser*innen in den Suizid getriebenen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr. Schon am 29. Juli wurde von einigen Menschen vor dem Gesundheitsministerium gedacht und begonnen, Kerzen aufzustellen.

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2. August 2022: Gedenken an den Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze

Am 2. August beteiligten sich rund 150 Personen am Ceija-Stojka-Platz in Wien 7 an einer Kundgebung zum internationalen Gedenktag an den Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze. [Redenausschnitt]

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6. August 2022: Hiroshima-Tag

Am 6. August beteiligten sich rund 35 Personen anlässlich des Jahrestags des Atombombenabwurfs auf Hiroshima nach einer Kundgebung bei der Oper an einem Laternenmarsch zum Teich bei der Karlskirche – für eine Welt ohne Atomwaffen, AKW und Krieg. [Redenausschnitt]

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14.–16. August 2022: Proteste gegen Taliban

Rund um den 15. August, den Jahrestag der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, gab es mehrere Kundgebungen. So demonstrierten am 14. August rund 70 Menschen bei der UNO-City und am 16. August rund 160 Personen vor dem Haus der EU Solidarität mit den Menschen in Afghanistan. [Redenausschnitt]
[Ausgiebigere Ausschnitte aus der Kundgebung vor dem Haus der EU waren in der Sendung „Radio Widerhall“ am 20. August 2022 zu hören.]

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28. August 2022: Ukraine-Unabhängigkeitsmarsch

Rund 1300–1500 Personen beteiligen sich am 28. August auf der Wiener Ringstraße anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstags an einem „Unabhängigkeitstags-Marsch“.

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31. August/29. September: Demos gegen Femizide/Feminizide

Nach inzwischen 28 Feminiziden in diesem Jahr in Österreich fanden am 31. August und 29. September wieder Kundgebungen und Demonstrationen gegen patriarchale Gewalt am Karlsplatz statt. Am 31. August mit rund 180 Personen.

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1. September 2022: Kundgebung gegen Preissteigerungen

Am 1. September demonstrierten rund 250–280 Personen vor dem Wien-Energie-Servicecenter Spittelau gegen Preissteigerungen bei Energie, Miete und Lebensmittel. [Redenausschnitt]

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5. September 2022: #LobauBleibt-Protestcamp mit Demo beendet

Am 5. September wurde das #LobauBleibt-Protestcamp in Hirschstetten beendet. 130–140 Personen demonstrierten vom ehemaligen Camp zum Kagraner Platz – für eine Mobilitätswende, gegen Lobautunnel, gegen Stadtstraße und gegen ähnliche Autobahnprojekte. [Redenausschnitte]
[Alle Reden auf dieser Demo können — hier — gehört werden.]

Die Bewegung werde schneller wieder zurück sein als es Bürgermeister Ludwig lieb sei, hieß es.

Und die Bewegung war schnell wieder zurück. Schon am 6. September wurde in der Früh 5 Stunden lang eine Stadtstraßenbaustelle bei der wegen des Straßenbaus eingestellten Ostbahn blockiert.

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6. September 2022: Salman-Rushdie-Solidaritätslesung

Am 6. September fand am Heldenplatz in Solidarität mit Salman Rushdie und allen verfolgten Autor*innen/Künstler*innen/Menschen weltweit eine Lesung aus Rushdies satanischen Versen statt.

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10. September 2022: Gegen Teuerungen

Am 10. September nahmen laut Angaben von WienTV rund 300 Personen an einer Demo der KPÖ gegen Teuerungen teil.

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14. September 2022: Gegen neonazistische Aktivitäten in Wien 2

Am 14. September demonstrierten mehr als 250 Personen am Karmeliterplatz gegen neonazistische Aktivitäten im 2. Wiener Gemeindebezirk, da sich dort ein Neonazi-Knotenpunkt gebildet habe. [Redenausschnitt]
[Die gesamte Kundgebung kann — hier — gehört werden.]

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15. September 2022: Gegen Transfeindlichkeit

Am 15. September demonstrierten laut Angaben von Djana Götzenqueen Mosser rund 200 Personen vor dem Palais Epstein anlässlich eines von der ÖVP-Abgeordneten Gudrun Kugler organisierten Filmabends zum Thema „Transgender und Gender“ gegen Transfeindlichkeit.

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17. September 2022: Preise-runter-Demo

Am 17. September beteiligten sich gezählte knapp 5000 Personen an einer Preise-runter-Demo des ÖGB. Der ÖGB behauptet, es seien 20.000 gewesen.

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23. September 2022: Klimastreik

Am 23. September beteiligten sich in Wien rund 5000 Personen am weltweiten Klimastreik und demonstrierten auf der Ringstraße mit Fridays For Future für eine Energiewende für alle und „für eine soziale Bewältigung der Klima- und Energiekrise“. [Redenausschnitt]

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21. September und 24. September: Soldaten und Antiimperialist*innen für Neutralität

An einer rechten Kundgebung von „Soldaten für Neutralität“ beteiligten sich am 21. September am Platz der Menschenrechte rund 400 Personen. Und am 24. September folgten rund 200–250 Personen einem Aufruf überwiegend antiimperialistischer Gruppen zusammen mit der MFG zu einer Kundgebung am Helmut-Zilk-Platz „für eine neutrale Ukraine“, „Frieden mit Russland“, „Schluss mit Sanktionen“ und „Neutralität Österreichs“.

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25. September: Gegen das diktatorische, terroristische Regine Russlands

Am 25. September demonstrierten hingegen 250–300 Personen am Platz der Menschenrechte in Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, der tschetschenischen Republik Ichkeria und Syrien gegen das „diktatorische, terroristische Regime“ Russlands. [Redenausschnitt]

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28. September 2022: Kundgebung für Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Am 28. September demonstrierten nach Angaben des Behindertenrats tausende Menschen in ganz Österreich gegen die Unterlassung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und für Inklusionsmaßnahmen.

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28. September 2022: Safe Abortion Day

Am Abend des 28. September fand anlässlich des Safe Abortion Days eine Demonstration für das Recht auf sicheren Schwangerschaftsabbruch statt.

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seit Tagen: Solidarität mit den Frauen im Iran und mit allen gegen das Mullah-Regime kämpfenden Menschen

Seit voriger Woche demonstrieren auch in Wien immer wieder hunderte bis tausende Menschen Solidarität mit den Frauen im Iran und mit allen gegen das Mullah-Regime kämpfenden Menschen. An der bisher größten derartigen Demonstration in Wien beteiligten sich am 27. September rund 2000 Menschen. [Redenausschnitt, Interview]

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Außerdem:

Haute, am 1. Oktober gab es mehrere weitere Kundgebungen in Solidarität mit den Frauen im Iran und allen gegen das Mullah-Regime kämpfenden Menschen. Außerdem fand eine Demonstration „Aufstehen gegen Teuerungen“ statt. Ein Bericht darüber ging sich für diese WiderstandsChronologie leider nicht mehr aus.

Immer wieder gab es auch Fahrraddemos für eine Mobilitätswende, so etwa 5. August den Heisl-Bike-Ride mit rund 300 Teilnehmer*innen, mehrere kleinere Klimakundgebungen, jeden Donnerstag am Platz der Menschenrechte eine Kundgebung gegen die Regierung, Mahnwachen und Kundgebungen der „Omas gegen rechts“ und wohl noch vieles mehr, von dem ich nichts mitbekommen habe.

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Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

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