• BuK_12 Sendung_Tango sentido
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Tanz ist eine Ausdrucksform von Kommunikation, die in Ästhetik und Anmut je nach Stilrichtung bis ins höchste verfeinert und perfektioniert ist. Gern schaut man dem Tanzpaar zu, das vertieft in seine nonverbale Kommunikation – je nach Tanzform – Liebreiz, Einklang Frieden und vieles Mehr ausstrahlt. Das gilt natürlich auch für den Tango Argentino, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu uns nach Europa kam und seit dem immer mehr oder weniger präsent ist, bis hin zum erst wenige Jahre alten Queer Tango, der die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau aufbricht und so als moderne und flexible Tanzform neue Wege beschreitet.

Was aber bedeutet Tanz im Allgemeinen und Tango im Besonderen für den Menschen, der den optischen Reizen dieser Kommunikationsform nichts abgewinnen kann, weil er sie nicht sieht? Nun, gerade für den blinden Tänzer hat diese Form von körperlicher Kommunikation ihre ganz besonderen Reize und Ausdrucksmöglichkeiten. Das sich gegenseitige Spüren beim Tanzen ist ein mindestens ebenso starker Aspekt, wie die optischen Dinge, die den Tanz ausmachen. So konnten blinde und sehbehinderte Menschen unter der Anleitung von Ute Walter und Rolf Räbiger sowie weiterer sehender Tanzpartner bei einem Workshop erfahren, was es bedeutet, sich in dieser körperlichen Kommunikationsform des Tangotanzes auszudrücken. Die Sendung von Raphael Mader dokumentiert die einzelnen Schritte, die die Gruppe unter Ute Walter und Rolf Räbiger gegangen ist.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden” // www.ohrenblicke.eu