Was von uns bleibt – Memory of Mankind

Sendereihe
Flaneur und Distel
  • Was von uns bleibt – Memory of Mankind
    61:36
audio
Luchse, Lawinen und Literatur: Der Nationalpark Kalkalpen und die Schriftstellerin Marlen Haushofer
audio
Summen und Schnuppern. Von Wildbienen und der Welt der Gerüche
audio
Soundsucher am englischen Strand: Portrait über Hackedepicciotto und ihr Album "The current" Podcast+Musik
audio
Peter Iwaniewicz – über Stadtmenschen und andere Tiere
audio
Vom Kommen und Gehen der Arten
audio
Wie das Blau in die Welt kam
audio
Sloweniens wilder Süden. Von Selbstversorgern und Menschen, die auf Bären starren.
audio
Special /Interview mit der Künstlerin und Musikerin Danielle de Picciotto
audio
Berlin – Kunst zwischen Underground und Stadtwildnis

Für ArchäologInnen von heute sind die Funde aus dem Salzbergwerk Hallstatt eine reiche Quelle des Wissens über die Bronze- und ältere Eisenzeit. Und vielleicht werden ArchäologInnen einer zukünftigen Zivilisation das Bergwerk auch als Quelle des Wissens über das 21. Jahrhundert entdecken. Das liegt an einem Projekt, das der Künstler und Keramiktechniker Martin Kunze 2012 ins Leben gerufen hat.

Was, wenn zukünftige Generationen von unserer Zivilisation nur noch lustige Youtube-Videos vorfinden werden, in denen wir uns wie Idioten benehmen? Oder wenn alles, was von uns übrigbleibt die Inschrift „Made in China“ auf der Unterseite eines Email-Kochtopfes ist?

Der Silikattechniker, Keramiker und Künstler Martin Kunze will sich damit nicht abfinden. Er hat das Projekt „Memory of Mankind“ ins Leben gerufen. „Memory of Mankind“ – kurz MOM – ist ein Archiv und eine Zeitkapsel, tief im Salzbergwerk von Hallstatt. Auf Keramiktafeln eingebrannt werden hier Informationen konserviert, die wir Menschen des 21. Jahrhunderts wichtig und erhaltenswert halten: Hochzeitsfotos ebenso wie Leitartikel der wichtigsten Zeitungen, Harry Potter und die Bibel, Liebesbriefe und Wörterbücher.

In unserer Sendung erklärt Martin Kunze, warum das Archiv auch noch in Millionen Jahren bestehen wird, warum sich ArchäologInnen der Zukunft auch über Banalitäten aus dem 21. Jahrhundert freuen werden, und welchen technischen Standard künftige Zivilisationen haben müssen, um das MOM-Archiv überhaupt zu finden.

Schreibe einen Kommentar