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Bei einem Termin vor der Asylbehörde am Dienstag, 14. Juni, wird entschieden, ob ein am 10. Juni eingebrachter Folgeantrag im Asylverfahren angenommen und Yaşar freigelassen wird oder nicht. Im schlimmsten Fall droht Yaşar aber – wie von den Behörden geplant – am Mittwoch die Abschiebung in die Türkei, aus der sie vor mehreren Mordversuchen geflüchtet ist. Bevor das geschieht, würde Yaşar lieber hier sterben. Sie verzweifelt und hegt Suizidpläne. Um den Stress nicht noch zu erhöhen, bittet der für Yaşar eintretende Verein für Transgenderpersonen „TransX“ in Absprache mit Yaşar, im Falle der Abschiebung von Protestaktionen abzusehen. Es werde aber alles versucht, auch nach einer Abschiebung mit Yaşar in Kontakt zu bleiben, und ist bereits mit Gruppen in Verbindung, die sich in der Türkei um Yaşar kümmern wollen.

Ein beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingebrachter Antrag auf interim measure (einstweilige Verfügung) nach Art. 2 und 3 EMRK wurde vergangene Woche ohne Begründung abgelehnt.
Bei einer Kundgebung am 8. Juni demonstrierten vor dem PAZ Hernals, in dem Yaşar in Schubhaft gehalten wird, 220 Menschen gegen die Abschiebung Yaşars. Am Montag, 13. Juni kamen sogar 330 Personen, um für Yaşar und gegen Transphobie sowie Homophobie von der Uni Wien zum PAZ Hernals zu ziehen. Vor dem Büro des Vereins Menschenrechte fand eine Zwischenkundgebung statt. Dem Verein, der Yaşar betreute, wurde vorgeworfen, unter anderem durch verspätete Berufungen und andere Fahrlässigkeiten die Ablehnung von Yaşars erstem Asylantrag verschuldet zu haben.

Mehr Informationen: http://www.transx.at/Yasar.htm