• ANDI-20200424-GrenzenAuf-GesundheitFuerAlle-SolidaritaetMitHungersteikenden-GerhardKettler
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Auffällig viele Spaziergänger*innen, rund 30, waren am Sonntag, dem 19. April, zwischen der Friedensbrücke und dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände mit Tafeln und Transparenten unterwegs, auf denen Texte wie diese standen: „Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Schubhaft“, „LagerSchliessen“, „Leave No One Behind“, „Grenzen auf“, „Stop Deportation“, „Seebrücke Wien“ … Sie alle trugen Mund und Nase bedeckende Schutzmasken. Sie hielten untereinander einen Abstand von mindestens zwei Metern, oft ein Vielfaches davon. Wenn der Platz auf den schmalen Gehsteigen des 9. Bezirks nicht reichte, wichen sie auf die Fahrbahn aus, bis sie die Polizei anwies, wieder auf die engen Gehsteige zurückzukehren. Eine Person wurde zur Identitätsfeststellung vorübergehend angehalten, durfte dann aber doch ohne Preisgabe der Personalien weitergehen.
Vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände wurde mit Töpfen und Rufen Solidarität mit den laut der Plattform „Rückkehrzentren schließen“ mehr als 10 in Schubhaft befindlichen Personen, die in Hungerstreik getreten waren, bekundet. Obwohl die Spaziergänger*innen bis zu 25 Meter voneinander entfernt standen, wertete die Polizei dies als Versammlung und forderte auf, wegzugehen.
Wenig später tauchten zehn Spaziergänger*innen mit Tafeln und Transparenten für eine Öffnung der Grenzen, für die Abschaffung der Schubhaft und für Gesundheitsvorsorge für alle vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel auf. Auch dort reagierte die Polizei mit Identitätsfeststellungen, stellte die Amtshandlungen aber ein, als die anderen angeblich Versammelten weitergezogen waren.
Eine Person, die uns zufällig sowohl vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände als auch vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel begegnete, erklärte uns das verstärkte Auftauchen antirassistischer Spaziergänger*innen so:

Die angesprochene Aufforderung zur Schließung der Einrichtungen durch die zuständigen Behörden findet sich auf der Website https://gesundheitfueralle.noblogs.org/
Einen weiteren Bericht über den Solidaritätsspaziergang gibt es auf https://solidaritaetmachtgesund.noblogs.org/