• frf_märz_2020
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Ausnahmesituation. Daheimbleiben, Einschränkung des sozialen Lebens, Unsicherheit. Wirtschaftliche Existenzen stehen auf dem Spiel, gar nicht mal wenige, andere wiederum müssen arbeiten bis zur Erschöpfung, damit die Grundversorgung mit dem Nötigsten nicht zusammenkracht. Die COVID-19-Pandemie hat uns fest im Griff, zeigt uns wiedermal unsere Grenzen auf.  Wiedermal, denn die Ähnlichkeiten zum Leben mit einem Supergau wie Tschernobyl sind frappierend.

Unterschiede gibt es freilich: Ausgangsperren statt Evakuierungen heben das Leben aus den Angeln des Alltagstrotts.  Die Lebensmittelkette ist durch ein Virus bestenfalls durch kurzfristige Lieferengpässe betroffen, nicht aber durch Verstrahlung, die unser Essen ungenießbar macht, Salat aus dem eigenen Garten inklusive. Und während nun besonders ältere Menschen gefährdet sind, bedroht radioaktive Strahlung vor allem Kinder, Ungeborene – und damit nicht zuletzt auch noch die Zeit danach.

Eine Unterschied als Zukunftsperspektive wäre zu wünschen: Dass wir als Gesellschaft aus der Krise lernen, dass wir endlich zu unterscheiden lernen zwischen wirklich Wichtigem und Überflüssigem. Dass wir daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen, alltägliche Ungerechtigkeit abbauen, Wertschätzung für wesentliche Leistungen entsprechend entlohnen. Überhaupt, dass Geld dorthin gelenkt wird, wo es die Zukunft unserer Zivilisation nachhaltig sichert, wie etwa mit Maßnahmen gegen die Klimazerstörung. Darüber und mehr haben wir mit Markus Kaiser-Mühlecker, Produzent und Regisseur von ‚Atomlos durch die Macht‘, reflektiert. Den Film stellt er ab sofort Online zum Kauf & Verleih zur Verfügung.