• 2019-11-20-Gesamt
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# Aktuelle Meldungen

# „Der bürgerliche Putsch möchte die Bibel im Regierungspalast implementieren“
Seit der Präsidentschaftswahl am 20. Oktober ist in Bolivien ein offener Machtkampf ausgebrochen.
Der amtierende Präsident Evo Morales, der erste indigene Präsident Boliviens, der sich stark für die Rechte der indigenen Bevölkerung Boliviens einsetzte, trat für eine vierte Amtszeit ins Rennen. Am 25. Oktober wurde Morales offiziell zum Wahlsieger erklärt. Bei den Stimmauszählungen kam es zu Unstimmigkeiten, welche schließlich auch von der Organisation Amerikanischer Staaten festgestellt wurde. In zahlreichen Städten brachen wochenlange Proteste aus. Am 10. November kündigte Morales zunächst Neuwahlen an. Nachdem ihm auch das Militär seine Unterstützung entzogen hatte, kündigte Morales seinen Rücktritt an. Mittlerweile ist er in Mexiko im Exil.
Nun ist es an der selbsternannten Übergangspräsidentin Jeanine Áñez, binnen 90 Tagen Neuwahlen zu organisieren.
Adriana Guzmán von der Gruppe Feminismo Comunitario Antipatriarcal (Gemeinschaftlicher antipatriarchaler Feminismus) ordnet die Situation in Bolivien wie viele andere Linke als fundamentalistischen, bürgerlichen Putsch und einen Angriff auf soziale und indigene Organisationen ein. Ihre Sichtweise hört ihr in einem Beitrag von Radio Dreyeckland.

# Protest – aber wie?
Wann ist ziviler Ungehorsam legitim? Wie können sich Aktivist*innen besser vernetzen und wie sieht Protestkultur in Österreich aus? Rund um diese Themen konnten sich vergangenes Wochenende interessierte Menschen und Aktivist*innen im Rahmen von Tipping Points austauschen, Workshops besuchen und diskutieren.
Von Unten war vor Ort und hat mit den Aktivist*innen Fren und Heli von System Change Not Climate Change gesprochen.

#Nekane Txapartegi in Gefahr-Neuer Haftbefehl aus Spanien
Spaniens Justiz lässt nicht locker. Wieder verlangt sie von der Schweiz, die Baskin Nekane Txapartegi auszuliefern. 17 Monate lang saß Nekane Txapartegi im Kanton Zürich im Gefängnis und wurde zur wohl bekanntesten politischen Gefangenen der Schweiz. Spanien hatte Txapartegi unter Folter das Geständnis angerungen, Mitglied der baskischen Untergrundorganisation ETA zu sein. Darum floh sie in die Schweiz, und darum wurde sie verhaftet.
Letzten Herbst dann kam Txapartegi überraschend frei, weil die spanische Justiz die Vorwürfe als verjährt klassifizierte. Jetzt aber liegt erneut ein Haftbefehl vor, und Txapartegi droht erneut die Auslieferung nach Spanien.
Wilma Rall von Radio Rabe aus Bern sprach mit Anouk Maria Robinigg vom FreeNekane-Bündnis über die aktuellen Vorwürfe gegenüber Nekane Txapartegi.

# Veranstaltungshinweise