• Gedenksendung zum Beginn des Zweiten Weltkrieges in Vordergründig-Hintergründig
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Wie betreffen uns historische Ereignisse noch heute?
Welche Lehren können wir aus Ereignissen, die Geschichte machten für unser heutiges Leben ziehen?

Am Beispiel der österreichischen und deutschen Geschichte der 1920er und 30er Jahre kann belegt werden, wie vorwiegend materielle Not Menschen hörig machen kann: Weite Teile der österreichischen und deutschen Bevölkerung wurden Werkzeuge für einen Führer, dem das persönliche Machtstreben ein vorrangiges Ziel war. Mittels gezielter Propaganda schaffte es das NS-Regime den Großteil der Menschen im Deutschen Reich von der Notwendigkeit eines Krieges zu überzeugen.

In diesem „Vordergründig-Hintergründig-Spezial“ hören Sie eine szenische Lesung aus der Buchdokumentation „Als das große Unheil begann“. Anlass ist der Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, also vor 80 Jahren. Jene Menschen, die in diesem Buch ihre Erlebnisse schildern, stammen aus der Gegend des südlichen Hausruckviertels in Oberösterreich. Aufgrund ihrer Großindustrieanlagen, wie die heutige Lenzing AG, die ehemalige Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG sowie die Brauerei Zipf hatte diese Region wechselvolle Epochen der Zeitgeschichte zu meistern. Heute sind jene Zeitzeugen, die ich zu ihrem Leben in der NS-Diktatur befragt habe, allesamt nicht mehr am Leben. Sie sind in den 1910er und 20er Jahren geboren. Liane Locker und Eugen Victor werden sie deshalb ihrer Stimme wieder zum Leben erwecken.

Österreich ist heute ein freier Staat, an dessen Existenzfähigkeit seine Bewohner glauben. Das war aber nicht immer so und das regt zu folgender Überlegung an:

Musste Österreich nach dem Ersten Weltkrieg erst die Drangsale der Ersten Republik, des Ständestaates sowie den Anschluss an Hitler-Deutschland erdulden, um endlich von seinen Bewohnern akzeptiert zu werden?
Diese Frage bildet den „roten Faden“, der sich durch das Zeitzeugenprojekt zieht. Im Vordergrund stehen dabei Menschen, die eine Generation vertreten, welche innerhalb von rund 20 Jahren große Opfer bringen mussten, um den Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden Wiederaufbau bewältigten zu können. Am Beispiel der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts kann somit belegt werden, wie unter anderem materielle Not und das daraus resultierende Elend Menschen formen kann: Sie wurden Werkzeuge für Potentaten, denen das persönliche Machtstreben ein vorrangiges Ziel war.

Buchbestellung: „Als das große Unheil begann“ kann unter 0664 4823756 oder unter peter.pohn@hotmail.com bestellt werden.