• SOS Nordbahnhalle (aktualisierte Wiederholung der Julisendung Ende August 2019)
    52:17
  • SOS Nordbahnhalle (ursprüngliche Frei*Raum*Kultur-Sendung im Juli 2019)
    49:53
  • SOS Nordbahnhalle (völlig unbearbeitete, ungeschnittene Aufzeichnung der Pressekonferenz)
    57:00
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Was vor zweieinhalb Jahren als Forschungsprojekt der TU begonnen hatte, wurde rasch zu einem nicht mehr wegzudenkenden Zentrum für Nachbarschaft, Kultur und sozialen Austausch: Die Nordbahnhalle im Stadtentwicklungsgebiet auf dem ehemaligen Frachtenbahnhof Wien Nord. Und doch: 521 Veranstaltungen, Theaterstücke, Open-Air-Kinovorführungen, Märkte, Tischtennis- und Minigolftourniere mit über 200.000 Besucher*innen später, läuft Ende Juli der Nutzungsvertrag aus und die Abrissbagger können kommen.

Ein offener Zusammenschluss von Nutzer*innen, Künstler*innen, Stadtforscher*innen, Nachbar*innen und Besucher*innen fordert aber den Erhalt der Nordbahnhalle (außer einem kleinen Stück, das für die Errichtung einer Straßenbahnschleife benötigt wird) und eine transparente, partizipative Weiterentwicklung des Ortes.

Am 27. Juni präsentierte die „IG Nordbahnhalle“ ihre Forderungen an Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Bürgermeister Michael Ludwig – samt ausführlichen Begründungen. Diese können in dieser ungeschnittenen Aufzeichnung angehört werden.

Es sprachen:

  • Leonhard Kalab (studiert im Master Architektur an der TU Wien, arbeitete im Zuge des design.build-Studios am Umbau der Nordbahnhalle mit und ist seit April 2018 im Team der Nordbahnhalle.)
  • Mariana Gutierrez Castro (studiert im Master Architektur an der TU Wien, arbeitete im Zuge des design.build-Studios am Umbau der Nordbahnhalle mit und ist seit Oktober 2017 Team der Nordbahnhalle.)
  • Elke Rauth (ist Obfrau von dérive – Verein für Stadtforschung und Leiterin von urbanize! Int. Festival für urbane Erkundungen. Sie engagiert sich für eine bewohner*innenzentrierte Stadtentwicklung, das Recht auf Stadt und den notwendigen gesellschaftlichen Wandel.)
  • Cornelia Spiola (lebt mit ihrer Familie seit über fünf Jahren am Nordbahnhof, ist selbstständig und betreibt zusätzlich im Wohnprojekt Wien im Kollektiv die Bio-Greißlerei „Salon am Park“.)
  • Michael Obrist (ist Universitätsprofessor für Wohnbau und Entwerfen an der TU Wien)
  • Alisa Beck (arbeitet als Kunsthistorikerin, Produzentin und Programmschaffende mit Fokus auf Stadtforschung und experimentelle Formate in Performance und Musik, zuletzt u. a. im künstlerischen Leitungsteam des Kunst- und Kulturraum mo.ë, für urbanize! Int. Festival für urbane Erkundungen und in Kooproduktionen mit WUK performing arts. Sie ist Obfrau der IG Kultur Wien und Teil des Kollektivs Blind Date Collaboration sowie des Produzentinnen-Duos Olympionik*innen Productions.)
  • Claudia Bosse (ist Regisseurin, künstlerische Leiterin des theatercombinat, sowie Teil von wiener perspektive SPACES)
  • Alexander Zöhrer (studierte Architektur an der TU Wien, ETSA Sevilla und NTUA Athen. Er arbeitet im Bauprojektmanagement der Caritas Wien. Seit 2015 Beschäftigt er sich mit Typographie und Druckgrafik und hatte einen Werkhallenplatz in der Nordbahnhalle.)
  • Alexander Hartveld (ist Mitgründer von RefugeesCode und hatte die Kursleitung des 9-monatigen Programms 2017/2018 inne.)
  • Peter Fattinger (ist Associate Professor an der TU Wien und Leiter des design.build studio, das mit Studierenden sozial engagierte Architekturprojekte realisiert. So wurde auch die Nordbahn-Halle im Zuge eines design.build Projekts entwickelt und baulich umge-setzt.Gemeinsam mit Veronika Orso betreibt er das Büro fattinger.orso, das an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Urbanismus angesiedelt ist.)

Die IG Nordbahnhalle fordert:

  • Kein Abriss der Nordbahnhalle (abgesehen vom für die Straßenbahnführung notwendigen Teilabriss, kein Abriss der „großen Halle“)
  • Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für eine langfristige, nicht-kommerzielle, experimentelle Nutzung von Nordbahnhalle und Wasserturm
  • Transparenter und partizipativer Prozess zur Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für Nordbahnhalle und Wasserturm unter Einbindung aller Stakeholder*innen
  • Vertragliche Absicherung einer langfristigen Nutzung durch eine zivilgesellschaftliche, gemeinnützige Träger*innenstruktur
  • Finanzierung einer einfachen Sanierung von Wasserturm und Halle, die den funktionalen Charme der Nordbahnhalle sowie den niederschwelligen Charakter erhält.

Weitere Informationen gib es auf

https://ig-nordbahnhalle.org/

https://www.facebook.com/nordbahnhalle/

https://twitter.com/IGNordbahnhalle

Und auf

https://mein.aufstehn.at/petitions/kein-abriss-der-nordbahnhalle-1

kann die Petition „SOS Nordbahnhalle – Abrisspläne stoppen!“ unterschrieben werden.