• 2019.06.27_1730.00-1759.25__unerhoert
    29:24
  • Beitrag_Foodsharing in Salzburg_Timna Pachner
    07:52
  • Interview_Harald Sükar_Timna Pachner_Lisa Viktoria Niederberger_Daniel Bergerweiss
    07:07
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Schwerpunktsendung! Lebensmittelmüll zu reduzieren ist ein Gebot der Stunde. Wie eine Salzburger Foodsharer-Gruppe mit Unternehmen Essen rettet. / Weltweite Fettleibigkeit, Zuckerlobby, Antibiotikaresitenzen, Klimazerstörung, Kundentäuschung durch perfektes Marketing uvm. – der ehemalige Systemmanager von McDonald‘s Österreich rechnet mit der Fastfoodindustrie ab. unerhört! hat das Interview mit ihm. Und nun im Detail:

Mülltauchen ist nach wie vor ein Graubereich. Aufgekommen ist das Wastediving erstmals in den USA der 1990er Jahre. Das Foodsharing ist eine neue Art, Essen vor dem Müll zu bewahren.

Mülltauchen oder Zero Waste Cooking: Lebensmittelmüll zu reduzieren ist ein Gebot der Stunde. Auch in Salzburg wird noch Genießbares gerettet. Fünf Unternehmen, u.a. die WESTbahn, kooperieren mit dem Verein foodsharing. Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass aussortierte und unverkäufliche Lebensmittel nicht im Müll, sondern auf dem Teller landen. Timna Pachner war bei einer Essens-Abholung am Hauptbahnhof dabei und hat sich mit zwei Foodsharern, dem Food-and-Beverage-Manager Alexander Postl (WESTbahn) und Wissenschaftler Dominik Meislinger vom Institut für Gastrosophie unterhalten.

Wo könnte McDonald‘s in 10 Jahren sein, haben wir u.a. gefragt? „Wenn der Druck zu stark ist, werden die großen Konzerne in der Lage sein, sich einer Metamorphose zu unterziehen, in sich zu gehen und erkennen: Das was wir machen ist langfristig der Tod der Menschheit und des Planeten Erde“, sagt Harald Sükar.

Weil er selbst immer kränker und fettleibiger wurde und Kinder im Bekanntenkreis an Diabetes erkrankt sind. Das waren Auslöser für den ehemalige Systemmanager von McDonald‘s Österreich, Harald Sükar*, ein Aufdeckerbuch zu schreiben. In seinem kürzlich erschienenen Sachbuch „Die Fast Food-Falle – wie McDonald’s und Co. auf Kosten unserer Gesundheit Milliarden verdienen.“ findet er harte Worte. Er rechnet darin nicht nur mit seinem ehemaligen Arbeitgeber ab, sondern auch mit den großen Konzernen, untermauert von wissenschaftlichen Studien. Wir haben im Telefoninterview genauer nachgefragt. Ein Beitrag von Timna Pachner, Lisa-Viktoria Niederberger und Daniel Bergerweiss.

Im klimatisierten Studio sind für euch heute Rafaela Schindlegger am Mikro und Timna Pachner an der Technik.

unerhört! Der Infonahversorger auf der Radiofabrik – jeden Donnerstag um 17:30 Uhr & Freitag 7:30 Uhr!

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*Harald Sükar, geboren 1963, wechselte nach Positionen bei Hofer (Aldi-Österreich) und Aral 1993 zu McDonald’s. Dort hatte er 13 Jahre lang mehrere Positionen bei der McDonald’s Development Company CE inne und war von 2004 bis 2006 Chef von McDonald’s-Österreich und des österreichischen Franchise-Verbandes. Derzeit arbeitet er als Unternehmensberater unter anderem an der Filialisierung eines sozialen Gastronomie-Projektes. Er sagt: „Geht nicht hin! Nicht zu McDonald’s. Nicht zu Burger King. Nicht zu den anderen Fast-Food-Riesen. Schon gar nicht mit euren Kindern. Nicht einmal ausnahmsweise.“

unerhört! Was ist Foodsharing? / Ex-McDonald‘s-Chef rechnet mit Fastfoodindustrie ab