• 2018_07_11_Vortrag_Gilles_Reckinger_Europaeische_Migrationsabwehr_2018_06_26
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Vortragender: Gilles Reckinger

Die Geschichte der europäischen Grenzregime ist eine lange. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde von den europäischen Innenminister*innen und Außenminister*innen sukzessive an einer europäischen Migrationsabwehr gebaut: in Form der zunehmenden Militarisierung der EU Außengrenzen, dem Einsatz eines eigenen Grenzschutzkommandos und der Externalisierung der EU-Außengrenzen. Kontinuierliche Menschenrechtsverletzungen sind Teil dieser ständigen Erweiterung, die schon lange von den EU- Verantwortlichen in Kauf genommen werden.

Die Ausführungen von Gilles Reckinger versuchen anhand von Beispielen die Ambivalenzen der Auslagerung der europäischen Außengrenzen nachzuzeichnen sowie die gewalttätigen Dynamiken zu benennen, die hinter dem Begriff der Externalisierung stehen. Die Folgen dieser Menschenrechte missachtenden Politik schildert er u. a. auch in Form von Zeug*innenberichten von geflüchteten Menschen, denen er begegnet ist.

Zur Person:

Zwischen 2009 und 2012 führte Gilles Reckinger eine durch den Fonds Culturel National (Luxemburg) geförderte und mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnete ethnographische Arbeit auf der Insel Lampedusa durch. Seit 1. Oktober 2013 ist er Professor für Interkulturelle Kommunikations- und Risikoforschung an der Universität Innsbruck.

Aufgenommen am Di.26.06.2018 im Treibhaus

Aufnahme & Sendungsgestaltung:
Joe Tiefenbrunner

 

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