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Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in westlichen Ländern zwischen einem und zehn Prozent aller älteren Menschen Opfer innerfamiliärer Gewalt. Das Spektrum der Gewalt reicht von Vernachlässigung, seelischer Misshandlung über finanzielle Ausnutzung, Freiheitseinschränkung bis hin zu körperlicher Gewalt. Das es Gewalt an älteren Menschen dort gibt, wo sie sich Geborgenheit und Unterstützung erwarten, also in der Familie, engen sozialen Beziehungen oder aber auch in Alten- und Pflegeheimen, können bzw. wollen viele nicht wahrhaben. Das Thema „Gewalt an älteren Menschen“ ist ein Tabu über das nicht offen gesprochen wird. Die Dunkelziffer an Fällen ist hoch, denn ältere Menschen zeigen Gewalt in der Familie selten an.

Eine Zunahme von Vernachlässigung und Verwahrlosung älterer Menschen wird auch von Beschäftigten in sozialen Dienstleistungseinrichtungen Oberösterreichs wahrgenommen. Diese Beobachtung war Anlass an die Fachhochschule OÖ heranzutreten um dieses Phänomen wissenschaftlich zu untersuchen und mit den Ergebnissen das Thema für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Die Leiterin der Studie Dr.in Anita Buchegger-Traxler – sie ist Soziologin in Forschung und Lehre tätig- war am 25. April 2018 zu Gast im Kepler Salon um über die Hintergründe und Ergebnisse der Studie „Gewalt und Vernachlässigung im sozialen Nahraum älterer Menschen“ zu sprechen.

Hören sie in der folgenden Stunde von planetarium den Vortrag und im weiteren zwei Auszüge aus der anschließenden Diskussionsrunde, bei der unter anderem über das „Best Practice Beispiel Dänemark“ gesprochen wurde.

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