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Eine Elterninitiative zum Erhalt der Integrations-Klassen an Sonderschulen hat sich gegründet. Und wie geht es weiter nach der Kampagne von Krone und FPÖ und den Anschuldigungen gegen den Verein Arcobaleno? Wie ist die Sachlage aus Sicht von Arcobaleno zu bewerten und was ist generell der Schlüssel für gelungene Integration?

Abschaffung der Integrations-Klassen an Sonderschulen
Im Jahr 2008 bekannte sich der österreichische Nationalrat zur Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und hat sich verpflichtet, ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu gewährleisten und schrittweise umzusetzen. Frozine Redakteurin Sigrid Ecker spricht mit Barbara Hofer, Vertreterin der Elterninitiative zum Erhalt der Integrations-Klassen an Sonderschulen. Diese Form der sogenannten umgekehrten Integration lauft seit langer Zeit schon sehr erfolgreich als Schulversuch in Österreich. Dieser soll ab Herbst eingestellt werden, so die Ankündigung der Bundesregierung. Aktuell kann auf der Parlaments-Website eine Petition für den Erhalt der I-Klassen unterstützt werden.

Doch die Betroffenen wehren sich und erstaunlicherweise sind sich auch alle Parteien einig, dass dies nicht sinnvoll wäre. Dazu bezieht Manfred Hofinger, Nationalratsabgeordneter der ÖVP, im Telefoninterview Stellung.
Im Beitrag zu hören sind:

  • Barbara Hofer, Elterninitiative zum Erhalt der I-Klassen
  • Manfred Hofinger, Nationalratsabgeordneter ÖVP

Link zum Beitrag

Link zur Petition (Parlaments-Website)

Angriffe gegen Verein Arcobaleno – Wie geht es jetzt weiter?
Am 18. März, hat es in der Kronenzeitung einen Artikel mit dem Titel „Asylwerber erhalten Nachhilfe deutlich billiger“ gegeben. Darin berichtet die Krone, dass beim interkulturellen Begegnungszentrum Arcobaleno „Asylwerber für die Nachhilfe zwei Drittel weniger zahlen müssen als andere Kursteilnehmer“. Die Krone bezieht sich dabei auf ein Flugblatt von Arcobaleno. Weitere Artikel in der Kronenzeitung folgten. Der Verein Arcobaleno hat am 19. März eine Stellungnahme auf Facebook angegeben. Darin wurde festgestellt, dass die in den Berichten der Kronenzeitung „angegebenen Fakten teilweise falsch und teilweise aus dem Zusammenhang gerissen sind“. Im Gegensatz zur Darstellung in der Kronenzeitung gäbe es bei der Hausübungsbetreuung keine Preisstufen. Alle Kinder zahlen für die Hausübungsbetreuung nur 10€ pro Semester, so der Verein Arcobaleno auf Facebook.

Als Konsequenz des Krone-Artikels haben die FPÖ und FPÖ-nahe Medien wie der Wochenblick eine Kampagne gegen Arcobaleno gestartet. Das Ziel sei es, dem Verein die Förderungen zu streichen. So hat FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr das Sujet auf Facebook geteilt: „Asylwerber bevorzugt. Linzer Nachhilfe-Verein verlangt von Österreichern das Dreifache.“ Auch der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) gab sich „stocksauer“. Es solle nicht sein, das ein gemeinnütziger Verein vom Land OÖ und seitens der Stadt Linz gefördert wird, aber gleichzeitig österreichische Kinder diskriminiert!“ Auch Bundesrat Michael Raml (FPÖ) hat kritisiert: „Steuergeldfinanzierter Verein diskriminiert Österreicher“

Was bleibt, sind heftige Anschuldigungen und Reaktionen auf Facebook, aber was gibt es darüber hinaus für Konsequenzen? Muss der Verein jetzt um seine Förderungen fürchten? Wie ist die Sachlage aus Sicht von Arcobaleno zu bewerten? Welche Angebote hat der Verein Arcobaleno und was ist wichtig für gelungene Integration? Dazu gibt es zu hören:

  • Interview mit Anja Krohmer, Geschäftsführung und inhaltliche Leitung des interkulturellen Begegnungszentrums Arcobaleno
  • Statement von Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne)

Link zum Beitrag

Link zum Verein Arcobaleno

 

Moderation: Michael Diesenreither