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Interview mit einer Aktivistin der Initiative „Gedenken Hadersdorf am Kamp“

Seit Jahren setzt sich die Initiative „Gedenken Hadersdorf am Kamp“ unter anderem mit Unterstützung des KZ-Verbands Wien für eine würdige Gedenkstätte in Hadersdorf am Kamp ein, die an die Ermordung von 61 politischen Gefangenen im April 1945 am Friedhof von Hadersdorf am Kamp erinnern soll. Die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus sind am 6. April 1945 angesichts der nahenden roten Armee aus dem Gefängnis Krems-Stein entlassen worden, haben sich zu Fuß in Richtung Wien aufgemacht, sind aber schon in Hadersdorf am Kamp im Zusammenwirken von Volkssturm, Gendarmerie und SS angehalten und am 7. April erschossen worden.
Seit 2009 gibt es eine Gedenktafel am Friedhof von Hadersdorf am Kamp, der an die Ermordung von 61 Gefangenen erinnert. Damit werde nach Ansicht des KZ-Verbands suggeriert, dass es sich bei den Ermordeten um Verbrecher gehandelt habe, und nicht um Widerstandskämpfer. Deshalb wird seit Jahren immer wieder mit Farbe das Wort „politische“ ergänzt, das von der Gemeinde immer wieder entfernt wird.
Derzeit laufen wegen dieser Ergänzungen polizeiliche Ermittlungen wegen Sachbeschädigung. Im Zuge dieser Ermittlungen wurde am 8. Mai die Tochter eines der ermordeten politischen Gefangenen von der Polizei einvernommen. Der KZ-Verband Wien ruft zu Selbstanzeigen von solidarischen Antifaschist*innen auf, die die immer wieder erfolgende Ergänzung auf dem Gedenkstein gutheißen. Außerdem ruft die Initiative Gedenken Hadersdorf am Kamp dazu auf, einen offenen Brief an die Bürgermeisterin von Hadersdorf am Kamp und an die Landeshauptfrau von Niederösterreich zu schicken, in dem ein Gespräch über die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte vorgeschlagen wird. Christine, die Tochter eines der ermordeten politischen Gefangenen, erzählt von ihrem Einsatz für ein würdiges Gedenken: