Free Play – Eine Sendung in Zusammenarbeit mit Hannes GRASSEGGER und Benjamin TIVEN

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Eine Sendung in Zusammenarbeit mit Aikaterini GEGISIAN und Riccardo GIACCONI

Benjamin Tiven verbindet in Free Play Aspekte von Hannes Grasseggers Essay Das Kapital bin ich mit eigenen Recherchen zu (früh-)kapitalistischen Bestrebungen der Standardisierung von Zeitwahrnehmung und widerspenstigem Umgang mit gegenwärtigen Kommodifizierungsbestrebungen personenbezogener Daten: Das Ergebnis ist eine kontroversielle szenische Performance im Setting eines TV-Nachrichtenstudios.

Hannes Grassegger ist selbsternannter Poltergeist und schlimmster Alptraum aller aufrechten Datenschützer_innen. Er ist nicht anti- sondern hyperkapitalistisch in seiner Forderung, sich die eigenen persönlichen Daten wieder anzueignen um sie anschließend meistbietend zu verkaufen. Grassegger, ein kybernetischer Ökonom aus Deutschland, freiwillig in Zürich, der Wahlheimat des Kapitals angesiedelt, wurde mit seinem Essay Das Kapital bin Ich (2014) bekannt. Seine Texte zum digitalen Leben erscheinen in der ZEIT, dem Capital Magazin (Deutschland), Internazionale (Italien) und dem Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seine Vorträge pendeln freimütig zwischen brutalistischer Frontalpräsentation und Performance.

Benjamin Tiven ist ein amerikanischer Filmemacher und Autor. In seiner Arbeit setzt er sich mit den politischen, technologischen und wirtschaftlichen Dimensionen öffentlicher Medien auseinander. Darüber hinaus befasst er sich mit der Ästhetik des Fernsehens, wenn diese auf das Kino angewandt wird, sowie mit der imaginierten Narration realer Ereignisse. Benjamin Tiven ist 2015/16 Stipendiat des Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie im Künstlerhaus Büchsenhausen.

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