Dinge in der Hand, die Sachen machen

Sendereihe
gecko-art
  • Dinge in der Hand, die Sachen machen / Radiofeature / gecko art
    21:10
  • Teaser zu 'Dinge in der Hand, die Sachen machen'
    02:58
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Diese Radioproduktion stellt Fragen zur Problematik des privaten Waffenbesitzes: „Du hast mich in der Hand – aber ich habe dich ebenfalls in der Hand“, flüstert das Ding, eine kleine Faustfeuerwaffe, ihrem Besitzer metallisch ins Ohr und drängt, endlich eingesetzt zu werden: „Wozu sonst wäre ich denn auf der Welt?“ Schon allein diese Frage polarisiert. Heiligt der Zweck die Dinge, oder ist es die menschliche Unberechenbarkeit, die „Sachen“ macht? Nein, wir suchen nicht nach Schuldigen, sondern versuchen das Verhältnis Mensch-Waffe mit den Mitteln des Radiofeatures zu reflektieren und bringen Überlegungen zu Sicherheit, individueller Bewaffnung, Selbstschutz, zu Freiheit und Waffen, zu subjektivem Sicherheitsgefühl sowie Anmerkungen zum Österreichischen Waffengesetz 1996 zur Sprache.

Diese Sendung wurde zum 19. Radiopreis der Erwachsenenbildung nominiert. Das Radiofeature trägt den vollen Titel „Dinge in der Hand, die Sachen machen. Vom Sich-Schützen mit dem Finger am Abzug“ und wurde am 18.08.2016 auf o94SPEZIAL auf Orange 94.0 erstausgestrahlt sowie am 24. und 27.08.2016 auf Radio Y (NÖ) wiederholt.

SprecherInnen: Evelyn Blumenau, Klaus Haberl, Barbara Stieff und Walter Kreuz
Text: Walter Kreuz
Sound, Gestaltung und Produktion: gecko art
Nähere Infos: gecko art news
ga_100

 

 

4 Kommentare

  1. Waffenbesitz mit künstlerischen Mitteln untersucht. Dazu fällt mir Roberto Savianos Rede vor der Schwedischen Akademie ein. „Die Literatur macht dem Verbrecher Angst, wenn sie seine Machenschaften aufdeckt. Allerdings nicht, wie es in den Nachrichten geschieht, sondern indem Herz, Gefühl und Verstand des Lesers angesprochen werden. … eine Literatur, die nicht nur entlarvende Fakten wiedergibt, sondern die Ereignisse zu etwas umgestaltet, das von einer Grundbefindlichkeit des Menschen erzählt.“ (Rede vor der Schwedischen Akademie in: Saviano, Die Schönheit und die Hölle, sk 2010, 238-46.) Ähnlich begründet Saviano seine künstlerische statt journalistische Arbeit in seinem Essay über Vittorio De Seta, „Das Böse mit der Kunst bekämpfen“ (ebd. 59ff). Einfacher gesagt: Was dokumentarisch arbeitet, aber tiefer geht, geht einfach mehr rein. Das gelingt auch geckoart mit ihrem „Dinge in der Hand, die Sachen machen“.

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