Wörtlich – Richard Wadani

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  • Wörtlich_März+April_2016
    98:32
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Ein Gespräch über eine Prager Kindheit, Wehrmacht, Widerstand und Desertion, die Erfahrungen im Wien der Nachkriegsjahre, sein politisches Engagement gegen die neonazistischen Kräfte im Österreichischen Turnerbund und den Kampf um Rehabilitierung und Ehrung der Wehrmachtsdeserteure.

Richard Wadani kommt am 11. Oktober 1922 in Prag zur Welt. Er wächst zweisprachig auf und ist bereits als Kind in sozialdemokratischen und kommunistischen Jugendorganisationen tätig.

In Folge der Münchner Konferenz im September 1938 wird die Mutter gezwungen mit den beiden Kindern nach Wien zu emigrieren. Richard meldete sich aus strategischen Gründen zur Luftwaffe. Als Fahrer leistet er Widerstand gegen das NS-Regime. Nach dem zweiten Versuch, glückte die Desertion zur britischen Armee.
Jahre kämpfte er mit anderen für die Rehabilitation und Entschädigung der Deserteure, bis im Oktober 2009 das „Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz“ im Nationalrat verabschiedet wird. Im Jahr 2014 wird am Ballhausplatz in Wien das Denkmal für die Verfolgten der NS-Justiz eröffnet.

www.deserteursdenkmal.at
www.pk-deserteure.at

Literatur:
– Lisa Rettl und Magnus Koch, „Da habe ich gesprochen als Deserteur – Richard Wadani: eine politische Biografie“, Wien 2015
– Hannes Metzler, „Ehrlos für immer? – die Rehabilitierung der Deserteure der Wehrmacht; ein Vergleich von Deutschland und Österreich unter Berücksichtigung von Luxemburg“, Wien 2007
– Walter Manoschek (Hg.), „Opfer der NS-Militärjustiz : Urteilspraxis, Strafvollzug, Entschädigungspolitik in Österreich“, Wien 2003
– „Lebensgeschichten von Desserteuren“, Richard Wadani, Kurt Püringer, Fritz Maria Rebhann, Gottfries A., in: Renate S. Meissner (Hg.), „Erinnerungen“, Wien 2010. S.174-197
– Reinhard Kohlhofer und Reinhard Moos (Hg.), „Österreichische Opfer der NS-Militärgerichtsbarkeit – Rehabilitierung und Entschädigung“, Wien 2003
– Reinhard Moos, „Die Aufhebung der Todesurteile der NS-Militärgerichtsbarkeit“, Journal für Rechtspolitik 1997, S.253-265
– Reinhard Moos, „Das Anerkennungsgesetz 2005 und die Vergangenheitsbewältigung der NS-Militärgerichtsbarkeit in Österreich“, Journal für Rechtspolitik 2006, S.182-196
– Vinzenz Jobst (Hg.), „Mit dem Tode bestraft – für immer ehrlos?: Opfer der NS-Justiz am Landgericht Klagenfurt“, Klagenfurt 2013
– Manfred Messerschmidt und Fritz Wüllner, „Die Wehrmachtsjustiz im Dienste des Nationalsozialismus – Zerstörung einer Legende“, Baden-Baden 1987
– Fritz Wüllner, „Die NS-Militärjustiz und das Elend der Geschichtsschreibung. Ein grundlegender Forschungsbericht“, Baden-Baden 1997
– Manfred Messerschmidt, „Die Wehrmachtsjustiz 1933 – 1945“, Paderborn 2005
– Hellmut Butterweich, „Verurteilt und begnadigt : Österreich und seine NS-Straftäter“, Wien 2003
– Reinhard Kohlhofer (Hg.), „Gewissensfreiheit und Militärdienst“, Wien 2000
– Stiftung Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (Hg.), „Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus“, Wien 1994

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX/J/J_05690/index.shtml
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX/J/J_05690/fname_123274.pdf
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX/AB/AB_05377/fname_135268.pdf
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX/A/A_01070/fname_125405.pdf
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXI/J/J_03359/fnameorig_000000.html

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