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Vera Rebl und Paulina sprechen mit Rhadio Rhabarber über non-verbale Gespräche, Austausch und Verbindungen und Freundschaften über den Tanz hinaus. Alle sind willkommen – wirklich alle. Personen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Deutschkenntnisse, egal welche sexuelle Ausrichtung und Identität.

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Schnupperstunde für alle zum Mittanzen in Wien:     
jeden Freitag  von 1700 – 1900 h    mit Vera Rebl

im Tanzstudio 1150 Wien, Neubaugürtel 7-9

http://danceability.at

http://ci.nspire.net/ – contact impro jam
Steve Paxton über DanceAbility
CONTACT IMPROVISATION stellt eine offene Form der Improvisation
vor, die allen Menschen die Möglichkeit eröffnet, Tanz zu praktizieren.
Dabei entwickeln die jeweiligen Duett-Partner ihre Bewegungs-
Elemente auf Basis ihrer gemeinsamen tänzerischen/ körperlichen
Möglichkeiten. Alito Alessi griff diese Grundidee auf und versuchte, sie
auch für Menschen mit Behinderungen zu etablieren, und zwar jeder Art
von Behinderung – und es funktionierte großartig: Das war die Geburtsstunde
von DanceAbility. Alito konnte nicht nur sehen, dass sich grundsätzlich
jeder Mensch tänzerisch auszudrücken vermag, sondern er
entdeckte auch, dass die zuvor so offensichtlich erscheinenden Unterschiede
durchlässiger wurden, um schlussendlich ganz zu verschwinden.
Das Trennende zwischen behinderten und nichtbehinderten
TeilnehmerInnen wurde langsam unsichtbar, während sie miteinander
tanzten. Wenn ich mich in unserer Welt umsehe, stelle ich fest, dass
diese Projektionen des Trennenden nahezu überall anzutreffen sind: In
der Sprache, unseren Bildungssystemen, der Wirtschaft und den Regierungen.
Das Trennende wurde zur vorherrschenden An-schauung und
somit nach und nach zur vorherrschenden inneren Einstellung. Kinder
wachsen mit ihr auf, übernehmen sie und tragen sie in ihre Lebensgestaltung
hinein. Diese Trennungsprojektionen schweben wie eine „giftige
Wolke“, um die simple Tatsache unserer Unzulänglichkeiten. Giftig? Wie
würde es sich für Dich anfühlen, wenn Du aus einem Grund den Du nicht
ändern kannst, ausgegrenzt und in eine Randgruppe abgeschoben
wirst? Wolke? Schwer greifbar, immer im Schatten der gesellschaftlichen
Wertesysteme.

DanceAbility hat die Kraft diese Wolke zu lüften. Mit der Kunst des
Tanzes, der Kunst des Körpers. Du beginnst mit den Gegebenheiten
deines Körpers – den Grundlagen jeder BODY/MIND Arbeit – und
langsam und sanft zeigt sich im Tanz mit dem Partner der gemeinsame
Boden auf dem ihr steht, liegt – tanzt. Die Einmaligkeit dieses Augenblicks,
herbeigeführt, hervorgebracht, ja geschaffen durch die Einzigartigkeit
eurer Begegnung, setzt Vertrauen voraus – Vertrauen auf das
Verbindende. Hier ist das genaue Gegenteil dessen gefordert, was sonst
unhinterfragt als ausgemachte Sache gilt – ein Weg des Vertrauens, des
Verbindens, ist ein Weg des Heilens. Das Heilen all jener Trennungen, die
überall fix vorinstalliert zu sein scheinen – in unseren Gesellschaften,
unseren Gedanken und unseren Herzen. DanceAbility ist eine Form des
Heilens – nicht um Menschen mit Behinderungen zu heilen, sondern um
alle, mit und ohne Behinderung, gemeinsam zu heilen. Bei diesem Tanz
wird für kurze Zeit die Struktur des „Getrenntseins“ aufgelöst, und das
Spaltende unseres Denkens verliert seine Macht über uns. Genau dann
sind unsere Herzen bereit, sich von der kreativen Kraft eines Partners,
einer Partnerin anstecken zu lassen. TRY IT. YOU WILL BE MOVED.

Steve Paxton, Mad Brook Farm, VT – 04 16 2011

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DanceAbility ist eine einzigartige Möglichkeit zu tanzen, die für alle Menschen offen ist – für erfahrene und weniger erfahrene Tänzerinnen und Tänzer, für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

In den Workshops arbeiten wir mit Improvisation, um Gleichheit, Respekt und künstlerisches Erforschen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu erfahren und Gemeinsames zu entdecken.

Ziel der Workshops ist, Menschen ihre eigene Körpersprache entwickeln zu lassen und ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen zu folgen, auf die eigene Intuition wieder vertrauen zu lernen und so den eigenen Platz zu finden.

Durch DanceAbility kommen Menschen zusammen – mit all ihrer Unterschiedlichkeit und Herkunftsgeschichte um zu tanzen, Spaß zu haben, sich künstlerisch zu entfalten und eine gemeinsame Sprache – Bewegungssprache zu entwickeln.

Jede einzelne spezielle Bewegungssprache birgt ihre eigene Schönheit in sich und hat ihren wertvollen, geschätzten Platz in unserem Workshop.

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