• Radio Netwatcher vom 28.8.2015 - Flüchtlingsmiserie in Österreich / Anpacken und nicht sudern
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Flüchtlingsmiserie in Österreich / Anpacken und nicht sudern

#1 Flüchtlingsinfos über das Internet spaltet die Gesellschaft oder initiert viel Solidarität

– Fayad Mullad zu Gast von der Flüchtlingsinitiative „der Wandel“ für Freies Wlan via Internet finanziert

 

Im Flüchtlingslager Traiskirchen in Niederösterreich herrschen unmenschliche Bedingungen. Menschen müssen unter Bäumen am Boden schlafen und werden bei Unwetter in reguläre Postbusse verfrachtet. Es gibt zu wenig Sanitäranlagen. Ums Essen mussen die Menschen stundenlang anstehen und eine objektive Kontrolle durch NGOs, oder einfach nur Unterstützung ist nicht erlaubt. Zusätzlich zu all dem hetzen die Medien täglich gegen die Asylwerbe und stacheln die Stimmung in Nordeuropa immer weiter auf. Dass unsere PolitikerInnen daran nichts ändern, sind wir schon lange gewohnt. Es sind ja auch sie, die für diese Zustände voll und ganz verantwortlich sind.

An all dem können wir zurzeit leider nicht viel ändern. Was wir aber können ist den Menschen in Traiskirchen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung stellen. Das ändert nichts an den unmenschlichen Lage, ermöglicht es den Menschen aber kostenlos mit Verwandten und Bekannten in ihrer Heimat zu kommunizieren, Nachrichten zu lesen und sich von der täglichen Armut und Angst abzulenken.

Seit 14. August 2015 betreiben wir nun dieses Hotspot für bis zu 500 gleichzeitige Verbindungen.

Quelle: http://www.derwandel.at/wandelan/

 

# 2 Peter Praschinger von der Initiative Thank you more please

Wir nehmen in Wien von freiwilligen Helfern Spenden entgegen. Diese werden von geschulten Mitarbeitern sortiert und als Care Pakete verpackt.

Eine Vielzahl von ebenso ehrenamtlichen Fahrern nimmt die Pakete in Wien entgegen, bringt sie nach Traiskirchen und gibt sie direkt in die Hände der Flüchtlinge selbst. Dabei kommt auch das Menschliche nicht zu kurz, wir sprechen, weinen und lachen mit ihnen. Wir sind persönlich da.

Durch unsere nahezu tägliche Präsenz Vorort, sind mittlerweile schon viele persönliche Kontakte geknüpft worden.
Einige Flüchtlinge helfen uns derzeit dabei, Spenden gut zu verteilen, dolmetschen für uns und sie melden uns auch Notfälle, damit wir für Hilfe Sorgen können.

Unser Wirken dort geht also inzwischen weit darüber hinaus, Spenden zu verteilen!

Ziel ist es, zunehmend „Patenschaften“ zu organisieren, damit freiwillige Helfer sich auf die Betreuung einzelner Familien oder Flüchtlinge ohne Begleitung, konzentrieren können. Im Kleinen, geschieht das bereits.

Wir stehen in ständiger Absprache mit Juristen, Ärzten, Dolmetschern sowie der Caritas und der Diakonie.

Was wir fordern:

  • die Wahrung der Menschenrechte
  • rasche Einrichtung medizinischer und psychologischer Versorgung im Flüchtlingsheim selbst,
    denn: Viele sind erkrankt bzw. schwer traumatisiert. Sie erhalten derzeit kaum Hilfe
  • Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge (ohne Trennung innerhalb von Familien) in kleinen Wohneinheiten statt Massenabfertigung in Gefängnis – ähnlichen Umständen in Traiskirchen
  • professionelle soziale Vermittlung zwischen Bevölkerung und Flüchtlingen

Quelle: http://www.thankyoumoreplease.at/2015/08/17/blick-zurueck-blick-nach-vorne/

# 3 Anruferin Herta 78 Jahre aus Wien 22 rief live in der Sendung an

Herta 78 Jahre aus Wien 22, live in der Sendung Radio Netwatcher vom 28.8.2015

Zeitzeugin Herta 78 aus Wien – Österreich vor 70 Jahren live auf Radio ORANGE 94.0 am 28.8.2015

https://www.youtube.com/watch?v=Lxhvz…

Gestern rief Herta 78 Jahre live in der Sendung an. Sie hat den Krieg noch selbst miterlebt. Machte bei ihr einen Fund aus ihrer Vergangenheit in Verbindung mit der Zeit aus der Neonationalismus. Sie ist entsetzt über die Gesellschaft hat und empört sich über die Flüchtlingsdiskussion. Sie geht hart mit der Politik und unserem Finanzminister hart ins Gericht, weil er 2015 gegen Arbeitslose basht.

Hörenswert!

Vielleicht sollte jede/r noch eine Omi oder Opi haben, der einem über die Leid von damals erzählen kann. Vielleicht ändert das ein wenig das Denken über Vertriebene vor Krieg und Armut.

Ihren Kindern und Enkeln hat sie mitgegeben, dass Krieg und Vertreibung niemand zu wünschen ist. Dass Flucht etwas legitimes ist. (nichts illegales)
Frieden oder der Ort wo man lebt, kein Privileg ist.

Wer mag liken und teilen!!!

ps.: die alte Dame würde sich wünschen, wenn sich Anhänger von damals Haider und Strache heute, sich das anhören. Vor allem

 

Playlist:

– Rainer von Vielen – Poly ticker

– Shantel – Ya Rayan (Balkan Mix)

– Raoul Haspel – Schweigeminute für Traiskirchen

Bonustrack:

Def Ill´s One Take Show 9 – Zeltstädte