• planetarium - Im Gespräch mit Helmut Voitl
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Im vierten Wiener Gemeindebezirk befindet sich das PLANQUADRAT. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein selbstverwalteter, öffentlich zugänglicher Garten der circa 5.000 m2 groß ist. Eine grüne Oase inmitten von Wien mit herausragender Geschichte. Der Garten entstand in den 1970er Jahren in einem für Wien stadthistorisch einzigartigem Prozess. Über einige Jahre hinweg wurden mehrere Innenhöfe zusammengelegt, begrünt und zu einem Park umgestaltet.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch eine Fernsehinitiative: Der damalige ORF-Programmplaner Jörg Mauthe und ein Mitarbeiter von Bürgermeister Gratz hatten die Idee zum Thema Wiener Gartenhöfe ein Projekt zu starten. Beauftragt wurden damit die beiden Dokumentarfilmemacher Helmut Voitl und Elisabeth Guggenberger. Diese änderten nach anfänglichen Recherchen jedoch das Konzept über brachliegende romantische Biedermeier-Gärten zu berichten und machten daraus ein partizipatives Projekt zur Sanierung eines heruntergekommenen Häuserblocks inklusive gemeinschaftlichem Gartenhof. Ziel war es, ein exemplarisches Projekt gegen top-down-Planung zu realisieren, das heißt, die Bewohner des Blocks sollten durch Information befähigt werden, sich an der Stadtplanung zu beteiligen und diese nach ihren Wünschen zu verändern.

Inspiriert von dieser Wiener Parkanlage, zeigten die Grünen 50+ OÖ Anfang Juni in Linz den Dokumentarfilm „Planquadrat“, der die Entstehung des Gartenhofes im Zeitraum von 1973 bis 1976 zeigt. Zu Gast war der Initiator und Filmemacher Helmut Voitl. Er arbeitet seit den 1960er Jahren als Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Guggenberger hat er schon viele weitere außergewöhnliche Filmprojekte umgesetzt.

Begeben sie sich in der folgenden Stunde gemeinsam mit Helmut Voitl und planetarium in die 1970er Jahre. Helmut Voitl spricht über die Projekte Planquadrat in Wien, über das Folgeprojekt im nördlichen Wald- und Mühlviertel, über Aktionsjournalismus und ob sich ein Planquadrat auch in Linz für  Gartenhofprojekt umsetzen ließe. Zudem gibt er persönliche Einblicke in seine Arbeit, erzählt über sein Erfahrungen die er bei seinen zahlreichen Reisen sammeln konnte, über „Fremd-sein“und er spannt den Bogen zur aktuellen Migrations- und Flüchtlingsproblematik in Österreich.

Creative Commons Musik:

Frithjof Brauer – April
Frithjof Brauer – Terminal stop tomorrow
Schwarzweiss – Spring
Vladimir Sterzer – Vampires Dance

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