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Im Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerber*innen zeichnet sich die Politik durch kollektives Versagen aus. Der Bund, das Land Oberösterreich und die Stadt Linz schaffen es nicht, den Geflüchteten menschenwürdige Lebensbedingungen zur Verfügung zu stellen. Weder sind eine humane Unterbringung und medizinische Versorgung gewährleistet, noch werden hygienische Standards eingehalten. Das Deutschkurs angeboten werden können, ist nur dem Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helfer*innen zu verdanken. Das Infomagazin vom 29.07.2015 befasst sich mit der prekären Situation von Flüchtlingen, die in einem wohlhabenden Land wie Österreich in Zelten hausen müssen.

Widerständiges Spektakel der Ignorant*innen

Die politischen Entscheidungen die derzeit in Österreich und besonders auch in Linz getroffen werden, tragen in der Regel dazu bei, die Situation der Geflüchteten weiter zu verschärfen. In der Zivilgesellschaft regt sich jedoch Widerstand. Am 25. Juli haben Refugees gemeinsam mit Aktivist*innen von MAIZ eine Austellung in der Innenstadt gestaltet, um sich gegen die politischen Missstände zu wehren. Auf großen Plakaten sind unter anderem die Forderungen der Geflüchteten zu lesen, die siche eine Behandlung im Sinne der Menschenrechte leider erst erkämpfen müssen. Ein Beitrag von Margit Happberger und Julia Krikler führt durch die Austellung und fängt Stimmen/Reaktionen von Passant*innen ein.

Gespräch mit den Refugees

Um den Geflüchteten eine Stimme zu geben, haben sich zwei der Refugees aus dem Zelt-Camp zu ihrer aktuellen Situation geäußert. Im Interview mit Margit Happberger und Julia Krikler kommen die Flüchtlinge selbst zu Wort und berichten über ihre Lebensrealität in Linz. Sie erzählen von beschämenden Zuständen aber auch von der großen Hilfsbereichtschaft der Linzer*innen.

An dieser Stelle sei nochmal das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer*innen und Aktivist*innen hervorgehoben, ohne die die Situation der Flüchtlinge noch unerträglicher wäre. Bund, Land und Stadt sollten sich an dieser Einsatzbereitschaft ein Beispiel nehmen!

Jürgen Kasek über die Demo in der Zeltstadt in Dresden

Zum Schluss beschäftigt sich ein Beitrag  der Tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax mit der Lage von Geflüchteten in Dresden. Dort leiden die Menschen in der Zeltstadt nicht nur unter der  politischer Unfähigkeit sondern ganz besonders unter akuten Bedrohung durch Neonazis

Durch die Sendung führt Julia Krikler, Gastmoderatorin von SpaceFem FM: Margit Happberger

Musik von: Fréderic Hoffbeck(Frankreich)