• 2015-06-13_Naturgarten_Energyglobe-Styria
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-In dieser Sendung erzählt uns Frau DI Paula Polak über das Naturgarten-Netzwerk in Österreich.
-Wir berichten über die Gewinner des Energy Globes Styria und hören den Gründer des Energy Globes Ing. Wolfgang Neumann.
-Eva Janusch stellt uns ihre Projekte vor, die das Interesse junger Menschen an Technik fördern.
-Kinder der VS Eggersdorf erzählen von ihren Klimaschutz-Aktivitäten.
-Wir geben auch einige Energiespartipps und bringen aktuelle News.

Musikalisch umrahmt wird die Sendung von Liedern der alljährlich im Juli in Graz stattfindenden Acapella Competition Vokal Total.

Frau DI Paula Polak plant naturnahe Gärten und ist Teil des Naturgarten-Netzwerks und hält auch Vorträge über naturnahes Gärtnern. Das Naturgarten- Netzwerk möchte sie im Süden Österreichs ausbauen. Sie erzählt von ihren Aktivitäten und Wünschen.
www.naturgarten-netzwerk.at.

Der Energy Globe ist ein Preis, der jedes Jahr an hervorragende Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Energie-Innovationen vergeben wird. Gewinner der Rubrik Anwendung ist das Planungsunternehmen Baumeister Leitner aus Graz. Die Projekteinreichung umfasst 15 Jahre Nachhaltigkeit mit umgesetzten Energieeffizienzprojekten, Passivhaus- und Niedrigenergiegebäuden, baulichen Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sowie solare und Photovoltaikprojekte mit erneuerbaren Energien. Herr DI Dietmar Koch stand uns für ein Interview zur Verfügung.
Gesamtsieger des Energy Globes Styria und Austria und Gewinner in der Kategorie „Kampagne“ ist die Solar Smart City Gleisdorf, eingereicht von den Feistritzwerken-Steweag. Bereits seit mehr als 30 Jahren geht die innovative und umweltfreundliche Kleinstadt in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Wassermanagement beispielhaft voran. Das wegweisende Engagement der Stadt Gleisdorf reicht von Biomasseheizwerken, Solaranlagen mit Pufferspeichern bis hin zu einem verlustarmen Wasserleitungsnetz mit Lecküberwachung. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer der Feistritzwerke Ing. Alexander Schloffer
Die Montanuniversität Leoben holte sich den Energy Globe Styria Award in den Kategorien „Forschung“ und „weltweit“: Einerseits wurde der Lehrstuhl für Fördertechnik und Konstruktionslehre für die Entwicklung von Fördersystemen im Tagebau, die aus herabfallendem Schutt und mittels Turbine Strom erzeugen, ausgezeichnet. Das Department Metallkunde und Werkstoffprüfung hat einen neuen Werkstoff entwickelt, der beispielsweise im Flugzeugbau eingesetzt werden kann, da er bis zu 750 Grad Celsius standhält. Dieses Material ist nicht nur sehr leicht, es bringt auch Treibstoffeinsparungen und daraus resultierende Klimaverbesserungen mit sich.
In der Kategorie „Jugend“ gewann das Projekt Restl Festl – Graz isst auf!“, das von 23 Studierenden der Universität Graz entwickelt und umgesetzt wurde. Mit dem gelungenen Event hat man in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der Stadt Graz und der Arge Abfallvermeidung die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufgezeigt und so neues Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen.
Gründer des Energy Globes ist Ing. Wolfgang Neumann. Er spricht mit uns.

Eva Janusch von nowa ist Projektleiterin. Ihr Ziel ist es, das Interesse an Technik zu wecken, möglichst gleichwertig an Buben und Mädchen. Durch das Nachwuchs – Projekt Talente regional des BMVIT, bzw. der Forschungsförderungsgesellschaft, ist es Kindern von Schulen und Kindergärten möglich, sich über einen längeren Zeitraum mit den Themen Forschung, Technologie und Innovation in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik auseinander zu setzen. Wir danken Eva Janusch für die Kooperation mit der VS Eggersdorf!

Kinder der VS Eggersdorf erzählen von ihren Klimaschutz-Aktivitäten. Wir hören zunächst Carolina, Maria und Julian und dann berichten Enrico, Maria und Iasmina, wie sie Energie sparen und damit das Klima schützen.

Nach den Kindern der VS Eggersdorf geben wir auch noch einige Energiespar-Tipps.
-Beim Kühlschrank ist es besser, wenn man ihn nicht zu häufig öffnet und ihn auch nicht so lange offenstehen lässt. Außerdem man kann ich auch darauf achten, auf welche Temperatur ich ihn einstelle. Im Grunde reichen beim Kühlschrank sieben Grad und bei der Gefriertruhe minus 18 Grad völlig aus. Manche stellen deutlich kälter – und das geht sofort aufs Geld.
– Beim Wäschewaschen kann ich ebenfalls Energie sparen, indem ich die Waschmaschine nur auf die benötigte Temperatur einstelle und sie möglichst fülle.
-Ist ein Wäschetrockner wirklich nötig, wenn es richtig heiß ist? Viele Wäschetrockner verbrauchen mehr Energie als die Waschmaschine selbst.
-Sind vor dem Start in den Urlaub zu Hause alle Elektrogeräte ausgesteckt, um im Standby-Modus nicht unnötig Energie zu verschwenden?
-Machen Sie bei Ihren Freunden und Bekannten Werbung für Urlaub und Ausflüge in Ihrer Umgebung. Gerade Fernflüge und Kreuzschiffreisen belasten das Klima sehr.

Zuletzt hören Sie noch einige andere News und Tipps:
-Wir gratulieren dem Gründer Prof. Gottfried Kirchengast und seinem erfolgreichen Team zum 10-jährigen Jubiläum des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel und zum 5-jährigen Forschungsschwerpunkt Umwelt & Globaler Wandel!
-Gefeiert haben wir im Kindermuseum FRida & freD in Graz, wo wir mit einigen Kindern die empfehlenswerte Ausstellung „Klimaversum“ besucht haben. Die interaktive Ausstellung bietet Kindern ab 8 Jahren spannende Bereiche zum Erforschen des weltweiten Klimas. Erwachsene wird das abwechslungsreiche Programm ebenso begeistern!
-Als spannendes Familien-Ferienprogramm möchten wir ebenso einen Besuch der Ausstellung: „Planet Erde“ im Haus der Wissenschaften empfehlen. Für eine kostenlose Führung ist eine Voranmeldung erbeten.
– Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 bewertet die Fortschritte der Klimaverhandlungen in Bonn als mager, sie stehen dazu im Schatten der vagen Erklärungen des G7-Gipfels in Elmau. Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000 meint: „Mit vagen Erklärungen retten wir das Klima nicht. Die führenden Industrienationen sollen vorangehen, bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energie umsteigen und die notwendigen Maßnahmen dafür sofort in die Wege leiten. Das wäre eine angemessene Antwort auf die drohende Klimakrise. Wir fordern auch die österreichische Regierung auf, den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie jetzt zu beschließen und Klimaschutz endlich ernst zu nehmen. Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir jetzt noch warten können.“
In Bonn ist der Verhandlungstext zwar etwas weiterentwickelt worden, wichtige Fragen wie etwa die Form des Abkommens und die rechtliche Verbindlichkeit konnten aber immer noch nicht außer Streit gestellt werden. Beim G7-Gipfel in Elmau zuvor hatte man sich lediglich auf eine Erklärung geeinigt, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad eindämmen zu wollen – ein Beschluss, der schon vor fünf Jahren auf der Klimakonferenz in Cancun 2010 von 195 Staaten der Welt gefasst wurde. Mit dem geplanten Ausstieg aus fossiler Energie „im Laufe des Jahrhunderts“ schiebt man notwendige Maßnahmen hingegen auf die lange Bank.
-Bereits zwei Millionen Unterschriften sind gegen das Freihandelsabkommen TTIP gesammelt worden. Eine Verschiebung im Europäischen Parlament ist die Folge des wachsenden Drucks aus der Zivilgesellschaft. Stop TTIP wird noch bis zum 6. Oktober Unterschriften sammeln, um den politischen Druck zu erhöhen.
– Photovoltaik-Hybridsysteme verdrängen immer mehr fossile Stromerzeuger. Vor allem in netzunabhängigen Hybridsystemen gewinnt die Photovoltaik an Bedeutung: Für industrielle Großverbraucher in abgelegenen, aber sonnenreichen Regionen sind Solar-Hybrid-Systeme schon heute eine wirtschaftlich lohnende Alternative. Führende Projektentwickler rechnen weltweit mit einem Potenzial von mehreren Gigawatt.
Im Bergbau kommt Strom aus Photovoltaik- oder Windenergieanlagen ebenfalls zum Einsatz, laut Branchenexperten kann ein solcher Strom bis zu 70 Prozent preiswerter erzeugt werden als der Strom, der rein mit Dieselgeneratoren produziert wird, da auch der Transport einen großen Teil der gesamten Dieselkosten ausmacht. Die Logistik spielt auch bei der Stromversorgung von Inseln oder netzfernen Dörfern eine zentrale Rolle. Hier kann Integration von Photovoltaik-Anlagen in bestehende Mikrostromnetze ebenfalls zu einer deutlichen Senkung des teuren und zudem ökologisch problematischen Verbrauchs an Dieselkraftstoff beitragen.
-Die SOLARWATT GmbH aus Dresden bietet ab sofort relativ günstige Komplettpakete zur dezentralen Energieversorgung für Privathaushalte. Hier kooperieren einige Autohersteller, um eine Nachnutzung der Batterien, die für E-Autos gebraucht wurden, zu ermöglichen. Somit erleben die Batterien eine zweite Anwendung. Dies ist nicht nur ein preislicher Vorteil, sondern auch ressourcenschonend.
– Die Eröffnung des erweiterten Windparks Steinriegel, des größten hochalpinen Windparks in Mitteleuropa auf über 1.600 Metern, sorgte in der Steiermark für einen regelrechten Besucheransturm. Ökostrom für 24.000 Haushalte ist die beeindruckende Versorgungsleistung des neuen vergrößerten Windparks Steinriegel. Damit kann der Windpark Steinriegel eine Stadt doppelt so groß wie Leoben oder einen ganzen Bezirk wie Mürzzuschlag mit sauberer elektrischer Energie voll versorgen. Entstanden ist der Windpark in zwei Abschnitten. Die ersten Windräder drehen sich dort bereits seit 2005. Im Mai 2014 wurde mit der Erweiterung begonnen. Der Windpark Steinriegel 2 besteht aus elf Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 25,3 Megawatt und produziert seit November 2014 nun jährlich 45.000 Megawattstunden Ökostrom.
– NÖ ist Windbundesland Nummer 1. In diesem Jahr wurden 71 neue Windräder in Niederösterreich errichtet. 87 % aller heuer in Österreich errichteten Windräder werden in Niederösterreich aufgestellt.
-Ein Schweizer Energieproduzent wird für den gelungenen Kompromiss zwischen Schutz und Nutzen eines Gewässers ausgezeichnet. Der Oberallgäuer Landrat genehmigt den Bau eines Kleinkraftwerks in einem mehrfach geschützten, sensiblen Gebiet über den Kopf seiner Behörden. Hier erleben wir ähnlich wie in der Steiermark ein Spannungsfeld von Naturschutz und Energiewende.
-Vor dem nächsten Winter sollten wir uns bereits jetzt Gedanken um unser Heizsystem machen. Josef Plank gibt zu bedenken, dass viele österreichische Haushalte noch mit alten ineffizienten Festbrennstofffeuerungen, sogenannten Allesbrennern, heizen. Es sei laut einem Methodendokument des neuen Energieeffizienzgesetzes befremdlich, dass der Tausch einer alten Ölheizung gegen eine neue noch immer als Effizienzmaßnahme anerkannt und sogar besser bewertet wird als der Umstieg auf Biomasse. Auch Luftwärmepumpen werden besser bewertet als effizientere Wärmepumpen mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren.
– Der britische Ölkonzern Cairn Energy zieht seine vier Ölexplorationslizenzen für den Golf von Valencia vor den Balearen in Spanien zurück. Es handelt sich dabei um den zweiten großen Rückschlag für die Ölindustrie in Spanien binnen weniger Monate, nachdem Repsol seine Ölförderpläne vor den Kanaren gestoppt hatte. Denn beide Entscheidungen erfolgten vor dem Hintergrund intensiver Bürgerproteste, getragen von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Lokalpolitikern und dem Privatsektor, die sich zusammengeschlossen haben und von zahlreichen internationalen Umweltschutzgruppen unterstützt wurden, darunter OceanCare.
-Ein Vorarlberger Holzbauunternehmen überzeugt in der Kategorie Neubau beim Deutschen Holzbaupreis. Das Holzbauprojekt Gesundheits-, Bildungs- und Familienzentrum Haus C13 in Prenzlauer Berg in Berlin wurde mit dem Deutschen Holzbaupreis 2015 prämiert. Holz ist nicht nur ein schöner Baustoff, sondern schont die Ressourcen, ist umweltfreundlich und nachhaltig.
– Ein Passivhaus gewinnt den Wiener Wohnbaupreis 2015. Gelebte Solidarität und Mitbestimmung zeichnen den großen Gewinner des „Wohnbau-Oscar“ aus, das Projekt „so.vie.so mitbestimmt ‒ Sonnwendviertel solidarisch“, das von den s & s Architekten geplant und vom Bauträger BWS im neuen Stadtviertel beim Wiener Hauptbahnhof realisiert wurde.
-Wir möchten Herrn Minister Rupprechter auffordern, Maßnahmen zur Sicherung von Mehrweggebinden in Österreich so rasch wie möglich umzusetzen. Der Einweganteil stieg in den letzten Jahren auf 70 Prozent, wobei nahezu ausschließlich in Einweg angebotene Getränke wie Wein, Spirituosen und Milch in diesem Wert nicht berücksichtigt sind. Jährlich fallen in Österreich etwa vier Milliarden Dosen, Einwegplastikflaschen und andere Einwegverpackungen für Getränke als Abfall an. Einweg verbraucht deutlich mehr Ressourcen und Energie als die gleiche Menge Flüssigkeit in Mehrweg-Gebinden. Dadurch belastet Einweg vor allem bei mittleren und kurzen Transporten die Umwelt und trägt zum Klimawandel bei.
– Ein Buchtipp: Der Ratgeber „Magen- und Darmerkrankungen natürlich behandeln“ von Andrea Flemmer zeigt einen natürlichen Weg und eine ganzheitliche Sicht zu gesunder Verdauung. Andrea Flemmer bringt mit wissenschaftlichem Hintergrund Heilpflanzen und anderes, wie spezielle Ernährungstipps vor den Vorhang.
-Filmgespräche zum Grazer Crossroad-Festival kann man wie unsere Klimanews kostenlos auf https://cba.fro.at nachhören.
-Wie können wir uns vor Hitze in Innenräumen am besten schützen?
An heißen Tagen heizen sich viele Gebäude auf. Innentemperaturen von über 27 Grad Celsius am Tag können die Folge sein.
Am effizientesten ist eine gute Abschattung- wenn möglich auf der Außenseite von Fenstern.
Ausgiebig Lüften sollte man nur in den kühlen Morgenstunden oder in der Nacht. Denn tagsüber gelangt die Hitze durch das geöffnete Fenster in die Wohnräume. Ist eine Wohnung erst einmal aufgeheizt, ist es schwer, die Lufttemperatur wieder zu senken.
Die Hitze kommt nicht nur von außen, sondern auch von den Geräten in den Räumen. Also alles abschalten, was gerade nicht gebraucht wird: Kopierer, Drucker, Kaffeemaschine, unnötige Beleuchtung, Monitor, usw. Wer aufgeheizte Räume vermeiden will, muss darauf achten, dass nicht im Raum selbst unnötig Wärme erzeugt wird.
Decken-, Raum- und Tischventilator lassen die empfundene Temperatur um einige Grad sinken, vor allem wenn man schon schwitzt – man kann sich sogar verkühlen! Für einige Tage Ausnahmesituation pro Jahr sind solche Ventilatoren durchaus nützlich, relativ billig und energiesparend. Sie haben eine 20 bis 50 Mal kleinere Strom-Leistungsaufnahme als ein Klein-Klimagerät.
Der Einsatz von Pflanzen in Räumen hilft, ein angenehmeres Innenraumklima zu schaffen.
Ein Haus mit guter Dämmung oder solidem Mauerwerk wird bei Hitze immer kühler sein als schlecht oder gar nicht gedämmte Gebäude. Eine gute Dämmung hält Gebäude nicht nur im Sommer kühl, sondern auch im Winter warm. Das neue Baurecht schreibt eine Bauweise zur Vermeidung der sommerlichen Überwärmung vor.
Wir melden uns wieder nach der Sommerpause im Herbst.

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Klimanews Zu hören auf Radio Helsinki
Produziert am:
13. Juni 2015
Veröffentlicht am:
13. Juni 2015
Ausgestrahlt am:
13. Juni 2015, 13:42
Thema:
Wissenschaft Ökologie
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RedakteurInnen:
Sabine Und Peter Schabler
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Sabine Schabler-Urban
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