Buchtipp 52 – Michelle Halbheer „Platzspitzbaby“

Sendereihe
Buchtipps von und mit Urs Heinz Aerni
  • 52_michelle_halbheer_2014_07_01
    07:21
audio
Buchtipp 78: Monika Lustig - Schaffen als Verlegerin
audio
Buchtipp 77: Li Mollet – und jemand winkt
audio
Buchtipp 76: Claudia Puhlfürst – Keiner kennt die Wahrheit. Mysteriöse ungelöste Fälle
audio
Buchtipp 75: Alexander Günsberg – Tanz der Vexiere
audio
Buchtipp 74: Rebecca Heinrich - Aus gegebenem Anlass
audio
Buchtipp 71: Sybille Ciarloni - Bernstein und Valencia
audio
Buchtipp 72: Sabina Altermatt und Christof Gassers
audio
Buchtipp 73: Martin Liechti - Aphorismen + Notate
audio
Buchtipp 70: Meret Gut - Einen Knochen tauschen wir
audio
Buchtipp 69: Jürgen und Thomas Roth - Kritik der Vögel. Klare Urteile über Kleiber, Adler, Spatz und Specht

Michelle Halbheer: Platzspitzbaby, Wörterseh Verlag, 2013.
Michelle Halbheer wuchs bei einer schwer drogenabhängigen Mutter auf, die Ende der Achtzigerjahre auf dem Zürcher Platzspitz verkehrte, der als »Needle Park« traurige internationale Berühmtheit erlangte. Ihre Kindheit überlebte die heute 28-Jährige nur knapp. Mit ihrem Buch möchte sie auf das Schicksal der vergessenen Kinder aufmerksam machen, denn das Problem ist aktueller denn je: In Deutschland leben gegenwärtig vierzig- bis sechzigtausend Mädchen und Jungen in Familien, in denen zumindest ein Elternteil harte Drogen konsumiert. In der Schweiz spricht man von rund viertausend Kindern. Hilfe bekommen die wenigsten. Michelle Halbheer sagt: »Christiane F. wurde ihr Sohn weggenommen. Ein Glück, das viele andere Kinder nicht haben.«
Mit großer  Willensanstrengung setzte die heute 28-­‐Jährige in den folgenden Jahren um, was viele andere     Kinder     aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung und – sie blieb suchtfrei. Mit dem jetzt vorliegenden Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre.

Urs Heinz Aerni im Gespräch mit Michelle Halbheer.

Schreibe einen Kommentar