• 2013_08_06_aep_03_rosenbrock
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In den letzten Jahren hat sich ausgehend von den USA und der europäischen Väterrechtsbewegung eine neue Form des Antifeminismus etabliert.
Mittlerweile gelingt es der antifeministischen Männerrechtsbewegung und ihren Netzwerken in Österreich, der Schweiz und Deutschland vermehrt,
medienwirksam aufzutreten. Im Gegensatz zum traditionellen Antifeminismus wird dabei vor allem die männliche Verletzbarkeit taktisch und emotional
in den Vordergrund gestellt. Strategisch setzen Teile der Netzwerke auf Hate Speech und versuchen so, andere AkteurInnen aus den Diskursen über
Geschlechtergerechtigkeit zu verdrängen.
Neben personellen Kontakten der AntifeministInnen mit rechtsextremen Kreisen gibt es auch inhaltliche Überschneidungen. Hier sind insbesondere
der Anti-„Genderismus“, der männliche Krisendiskurs und der Einsatz gegen „political correctness“ zu nennen. Diese ideologischen Gemeinsamkeiten
werden strategisch im Kampf um „kulturelle Hegemonie“ eingesetzt. In einem Ausblick wird die Anschlussfähigkeit dieser Ideologien an den männlichen
Krisen-Diskurs im Mainstream (z.B. Focus und Tatort) analysiert und mögliche Reaktionsweisen diskutiert.