• windpark hafnerbach: doku der protestwanderung TAG DER OESTERREICHISCHEN FAHNE 2009
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an der protestwanderung, zu der die buergerinitiative „freunde des dunkelsteinerwalds“ aufgerufen hatte, beteiligten sich ca. 60 menschen.

herr dipl ing. montecuccoli ( http://www.pgualc.org/details,102949.html ) wollte das demokratische anliegen der menschen aus der region und ganz österreich (auch touristen!) nicht zur kenntnis nehmen. ganz im gegenteil: er versuchte die angemeldete und nicht untersagte kundgebung zu behindern, wo es nur ging.
schon im vorfeld versuchte er UNDEMOKRATISCHEN einfluss auf die behoerden zu nehmen, was ihm allerdings nicht gelang. bei der ruine hohenegg (dass die burg zur ruine verkam, ist ebenfalls auf die kurzfristigen geschaefte der montecuccolis zurueckzufuehren) ließ er selbstgeschnitzte tafeln aufstellen, die das parken und halten am nationalfeiertag – 091026 – verbaten. ein novum in der geschichte hafnerbachs! es war uns nicht moeglich einen einheimischen zu finden, der sich an aehnliches erinnern konnte.
sogar das betreten des dunkelsteiner rundwanderweges (wanderweg nr. 653) wurde mit absperrungen und schildern verboten. graf montecuccolis rechtsmeinung wurde spürbar: auf seinem privatbesitz gibt es kein wanderbares niederoesterreich, auch nicht am nationalfeiertag, schon gar nicht für eine behördlich angemeldete demo!
dass das zeitalter des absolutismus vorbei ist und dass es gesetze gibt, die das betreten des waldes regeln, will er offensichtlich nicht zur kenntnis nehmen.
bei wanderern aus der region, die nichts von der protestwanderung wussten, kamen seine maßnahmen nicht gut an. es wurde immer wieder betont, dass er halt sehr FEIGE sei und mit demokratischen spielregeln immer auf kriegsfuß stünde. vermutlich glaubt er sich noch in der zeit seiner ahnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Raimondo_Montecuccoli

trotz allem fuehlten die sich die menschen bei der protestwanderung sehr wohl und hatten viel spass. das parkverbot vor der burg wurde mit einem schuttelservice vom gemeindeamt hafnerbach zur ruine hohenegg einfach ausgehebelt.
die fotografen, die auf befehl montecuccolis, die missetaeter, die trotzdem parkten, ablichten mussten, konnten leider nur normale touristen und wanderer erwischen. wir hoffen, dass diese menschen jetzt nicht schutzlos seinem zorn ausgeliefert sind.

bei der protestwanderung wurden uns auch die – vom grafen zwar bestrittenen – vorbereitungsarbeiten fuer den windpark hafnerbach gezeigt. zb. entwaesserungsgraeben am weg zum gipfelkreuz. beim gipfelkreuz, das interessanterweise ebenfalls am 26. oktober, aber bereits 1985 aufgestellt wurde, nahmen die teilnehmerInnen eine kleine jause zu sich und wurden von zwei musikern unterhalten.

in hafnerbach wurde eine petition vor dem gemeindeamt verlesen und danach an dessen tor befestigt. in dieser petition wird die gemeinde und deren buergermeister ersucht, dem wunsch nach naturschutz fuer den dunkelsteinerwald zu entsprechen.
von hafnerbach ging es weiter zum schloss mitterau, dem wohnsitz von felix montecuccoli. auch dort erschienen, als einziges lebenszeichen des grafen, seine eifrigen fotografen. nach deren aussage sollen die fotos fuer eine besitzstoerungsklage verwendet werden, obwohl keine/r der demonstrantInnen auch nur einen fuß illegal auf den boden des grafen gesetzt hatte.

zu bedauern ist auch, dass der traditionelle wandertag der gemeinde hafnerbach wegen der protestwanderung verschoben wurde.

die organisatoren der protestwanderung waren jedenfalls ueber den zuspruch der vielen einheimischen (allerdings fast immer mit der bemerkung „bitte erwaehnt mich nicht, ich habe angst“) sehr erfreut und denken daran, diese wanderung jaehrlich zu wiederholen.

ein beitrag von herby loitsch.