• Audioweg Gusen; Buchempfehlungen
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Summerau,96/Folge 90: Inhaltsbeschreibung und Informationen zum Audioweg

Bericht über und Hörbeispiele vom Audioweg Gusen, der interessierten
Menschen seit Mai 2007 die Möglichkeit gibt, sich mit I-Pod und Kopfhörer
auf die nur mehr marginal sichtbaren Spuren der Vernichtungslager Gusen I
und Gusen II zu begeben.

Weiters in der Sendung noch zu hören: Buchempfehlungen

Richard Wall – Rom. Ein Palimpsest. Roman. Verlag Kitab, Jänner 2007
Walter Pilar – Achsen des Augenblicks. W.P. in Krumau und anderswo.Ritter Verlag, Mai 2007.

Informationen zum Audioweg:

Ab 5. September gibt es eine englische Version des AUDIOWEGS

Der AUDIOWEG ist Teil des ARS ELECTRONICA FESTIVALS 2007 mit einem Ausstellungsbeitrag im Infozentrum der ARS und einem Shuttleservice während des gesamten Festivals vom Pfarrplatz
(wo das diesjährige Infozentrum der ARS sein wird) nach Gusen
Abfahrt: 14:30 und 16:00 Uhr.

Am Sonntag den 9.September um 11 Uhr gibt es einen Vortrag von Christoph Mayer chm. und Aleida Assmann im Ö1 Cocobello auf dem Linzer Hauptplatz.

Im Anschluss daran Busshuttle nach Gusen.

E: chmchristoph@gmx.net

Webadressen:
Audioweg Gusen:
www.audioweg.gusen.org
KZ Gusen Memorial Committee
http://www.gusen.org/

Eine Aktualisierung per Oktober 2009:
Seit 17.10.2009 ist nun auch eine italienische Version des Audioweg hörbar, bei der zum einen die Originalstimmen nicht einfach durch die Übersetzung überlagert wurden und zum anderen zusätzliche Interviews mit italienischen Gefangenen eingefügt wurden.
Die italienische Version trägt auch dem Umstand Rechnung, dass die grösste Gruppe an BesucherInnen des Memorial Gusen aus Italien anreist.

Audioweg Gusen

Für zeitgeschichtlich Interessierte ein Hinweis auf den Audioweg Gusen (www.audioweg.gusen.org), der in Form einer akustischen Spurensuche im Bereich der Lager Gusen I und II angelegt ist.
Während Mauthausen als Synonym für die nationalsozialistische Barbarei bekannt ist, war das Wissen um die Gusener Lager lange Zeit nur wenig präsent, obgleich es sich ebenfalls um ausgedehnte Komplexe mit entsprechenden Parametern (große Zahl von Häftlingen, Arbeit in Steinbruch und Stollen, Rüstungsproduktion) handelte.

Ausgangs- und möglicher Endpunkt des vom in St. Georgen aufgewachsenen Künstler Christoph Mayer initiierten und mit Hilfe einer Vielzahl von GesprächspartnerInnen, MitarbeiterInnen und KooperationspartnerInnen (u.a. der Kulturverein Tribüne St. Georgen/Gusen, der örtliche Gedenkdienstverein, Rudolf A. Haunschmied/KZ Gusen Memorial Committee, die Gemeinden, BM für Inneres†¦) umgesetzten Audiowegs ist der Vorplatz vor dem Memorial Gusen.
Die für die Begehung nötige Ausrüstung (I-Pod + Kopfhörer) kann man sich wie folgt ausborgen:

Ausgabe der Audiogeräte:
BesucherInnenzentrum beim Memorial Gusen
Georgestraße 6, A-4222 Langenstein
T: +43 (0)7237 63186
1. April – 30. September: täglich außer Montag 9.30 bis 17.30 Uhr
1. Oktober – 31. März: nur Samstag, Sonn- und Feiertag
24. Dezember – 6. Jänner geschlossen
Letzte Geräteausgabe: 15 Uhr

Weitere Ausgabestellen (auch außerhalb der Öffnungszeiten und –tage des BesucherInnenzentrums):
Gasthaus Pree, gegenüber Memorial Gusen, T: +43 (0)7237 3606, Mittwoch Ruhetag;
Gasthaus Böhm, Linzer Straße 2 (neben Marktplatz), 4222 St. Georgen an der Gusen,
T: +43 (0)7237 2619

Für die Entleihung ist ein Lichtbildausweis erforderlich!

Einstweilen ist die Bereitstellung der Geräte kostenlos, ab Herbst soll ein Entgelt von 3 Euro eingehoben werden, um die laufenden Kosten abzudecken.

Der Audioweg ist wirklich empfehlenswert, allerdings sind gute Nerven für die Bewältigung des zu Hörenden und stabiles, wanderungstaugliches Schuhwerk vonnöten.

Die Begehung einschließlich des Rückwegs zum Memorial (bzw. bei Ausborgen der
Geräte in St. Georgen, des Hinwegs zum Memorial) dauert mindestens 2 ¼ Stunden,
ohne größere Pausen, die jedoch dank der einfach zu handhabenden Geräte und Audiofiles
bei Bedarf ohne weiteres möglich sind.

Anreise: direkt mit dem Fahrrad, beispielsweise ab Linz, oder mittels Summerauerbahn (und Fahrradmitnahme) bis St. Georgen/Gusen Bahnhof, von dort aus mit dem Fahrrad weiter Richtung Mauthausen.
Eine Rückreisevariante nach Linz wäre nach der Begehung des Audiowegs die Weiterfahrt donauabwärts und Heimreise mit einem der Direktzüge zwischen Grein und Linz Zusteigemöglichkeiten: alle Stationen und Haltestellen zwischen Grein und Mauthausen.
(Achtung: nur beschränktes Platzangebot für Fahrräder; jener Zug, der ausreichend Platz bot – der saisoniert geführte Erlebniszug von Krems nach Linz, vormals „Strudengau“, zuletzt „Wachau“,
verkehrte am 26.10.2009 infolge der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Sarmingstein und Spitz ein letztes Mal.)
Wer mit Bahn und zu Fuß unterwegs ist, muss ab Bahnhof St. Georgen etwa 25 Minuten Gehzeit bis Gusen rechnen, es empfiehlt sich dem Verlauf der in Bahnhofsnähe beginnenden Schleppbahntrasse auch nach Beendigung des kombinierten Rad- und Gehweges zu folgen, bei Erreichen der Bundesstraße (auf einem Damm) geht es rechts nach Gusen weiter.

An Werktagen außer Samstag sowie bis Samstag früher Nachmittag ist der Ort Gusen auch mittels Linienbus (ab Linz oder Mauthausen) erreichbar, die Haltestelle Gusen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte.
Das Ortszentrum Langenstein (etwa 1,5 km vom Memorial und vom Ortskern Gusen entfernt) wird dreimal täglich von Schichtbussen von und nach Linz bzw. Arbing angefahren (diese Busse verkehren ab/bis Auffahrt Gusen über die B3, gelangen daher nicht in den Ortskern Gusen)
Fahrplanauskünfte: www.oebb.at (auch für die Busse) bzw. www.ooevv.at bzw. 05/17 17 (ÖBB) oder 0810/24 08 10 (Verkehrsverbund)

Der Audioweg ist im Ortsbereich von Gusen – bis zum Beginn der Schleppbahntrasse linkerhands der ehemaligen Reichsstraße problemlos mit dem Rollstuhl befahrbar, das nunmehr freigelegte Wegstück dieses Teils (südseitig der Straße) der Trasse dürfte jedoch nur mit fremder Hilfe bzw. für auch auf holprigem Terrain geübte RollstuhlfahrerInnen bewältigbar sein, auch der abschließende Zugang zum Stollentor könnte vor allem bei schlechter Witterung problematisch sein.

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Produziert am:
09. August 2007
Veröffentlicht am:
09. August 2007
Thema:
Kultur Literatur
Sprachen:
,
RedakteurInnen:
Erich Klinger
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Erich Klinger
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