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  • 5. Juni 2010: Mythen und Realitäten - Was sagen uns Prophezeiungen wirklich?
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zu gast im studio: christa zettel

Christa Zettel betreibt seit über 20 Jahren interkulturelle Mythenforschung. Dabei entdeckte sie, dass die Quintessenz – sie nennt sie die Seele – immer die gleiche ist. Die HörerInnen und Hörer erwartet eine interessante Sendung über das Thema „Apokalyse“ jenseits von Angstmacherei und obskurer Esoterik.

Originaltext Christa Zettel:
Wir leben in einer Zeitenwende, als deren Beginn ein SPIEGEL-special (6/06) den „Elften September“ bezeichnete. Im November 2008 merkt Paul Krugmann, frisch gekürter Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, zu einer sich abzeichnenden Weltwirtschaftskrise an: „Die traditionellen Instrumente der Wirtschafts- und Konjunkturpolitik greifen nicht mehr. Die üblichen Regeln…gelten nicht mehr. Tugend wird zum Laster. Vorsicht ist gefährlich und Besonnenheit Verrücktheit“.

Unsere Welt ist dabei, auf den Kopf gestellt zu werden! Chaotische Einbrüche, die für Wendezeiten charakteristisch sind, lassen sich nicht mehr mit traditionellen Modellösungen bekämpfen, weil sie nicht mehr wirken, sondern das Chaos nur verstärken, weshalb vollkommen neue Lösungen gefunden werden müssen.

Das trifft nicht nur auf das globale Wirtschaftssystem zu. Während die atomare Bedrohung einen neuen Höhepunkt erreicht, werden Klimaveränderungen offenkundig, die stets Zeiten rückläufiger Kultur sind, weil die Anpassung an eine ökologische Nische, die einer neuen Adaption bedarf, die gesamte psychische Energie der Völker erfordert (Ivring Thompson).

Zusätzlich erwacht nach jahrhunderte langem traumatischem Schweigen „Der Hass auf den Westen“ (Jean Ziegler). Der den Kalten Krieg (O-W) ablösende N-S-Konflikt wurzelt in der Eurozentrik (Bassam Tibi) des „zivilisierten Mannes“, der im Verlauf seiner Geschichte ganze Städte auslöschte, ganze Völker dezimierte und ganze Wälder einebnete.

Wie Jean Ziegler erkannte, handelt es sich dabei um einen Konflikt, der über das Unbewusste ausgetragen wird. Hier wie dort bezeugt er eine offene „Wunde“, wozu C. G. Jung anmerkte: findet man die psychische Wunde in einem Individuum oder einem Volk, findet man auch den Weg zur Bewusstwerdung.

Mehr zu lesen unter http://www.christazettel.com

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Homepage Christa Zettel
Sendung vom 5. März 2011

Beteiligte:
Christa Zettel (Interviewgast)
Christine Reiterer (Gestalter/in)
Georg Wagner (Produktionspersonal)