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  • freespeechcamp: Interview mit Alica Dvorsk von Inpeg
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Interview von Gregor Adam mit Alica Dvorsk von Inpeg / S.26.
Dauer des Tonfiles: 11:28 min

Laut Frau Dvorsk ist INPEG (Initiative gegen ökonomische Globalisierung) ein loser Verband verschiedenster tschechischer Organisationen die sich zusammengeschlossen haben, um am 26. September gegen das in Prag stattfindende IWF / Weltbank Gipfeltreffen zu demonstrieren.
INPEG besteht aus mehreren Arbeitsgruppen (finanziell, technisch, medial und organisatorisch) die sich einmal pro Woche treffen. Die Arbeitsgruppen stehen per e-mail in Verbindung. INPEG weist keine hierarchische Struktur auf und alle Beteiligten können Ihre eigenen Ideen und Vorstellung in die Demonstrationen einfließen lassen.
Die zwei Hauptziele von INPEG sind die Folgenden:
1) Eine erfolgreiche Großdemonstration am 26. September zu organisieren
2) Um dann mit Hilfe derselben und eines Gegengipfels, die Öffentlichkeit für die Problematik vieler IWF und Weltbank Entscheidungen zu sensibilisieren.
Zum vorher genannten Gegengipfel sind zahlreiche internationale SoziologInnen, PolitologInnen und ÖkonomInnen eingeladen. Sie werden sich kritisch mit den zahlreichen Negativeffekten der Globalisierung auseinandersetzen. Schwerpunktmäßig werden Referate zu IWF, Weltbank und WTO gehalten.
Frau Dvorsk spricht sich klar für den gewaltlosen Widerstand aus. Die tschechische Regierung versucht unter dies die angespannte Situation zu entschärfen. Das Innenministerium wird den angereisten Demonstrierenden das Prager Strahov Stadion zu Verfügung stellen. Neben Betten, werden Internetanschlüsse vorhanden sein. Auch für Verpflegung soll gesorgt werden.
INPEG ist zu Gesprächen mit VertreterInnen des IWF eingeladen worden, hat aber diese abgelehnt. Nach Alica Dvorsk betreiben IWF und Weltbank seit bereits 20 Jahre erfolglos Lobbying bei NGO´s um sie für Ihre Politik zu gewinnen. „INPEG geht es weniger um eine Reformierung des IWF, am liebsten wäre uns er würde abgeschafft,“ so die offizielle Sprecherin. Die tschechische Regierung und die meisten VertreterInnen der Presse sprechen sich klar für das IFW und Weltbanktreffen aus. Mit Hilfe des Gegengipfels, einer gezielten Informationskampagne und einem Straßenfestival wird INPEG versuchen die Öffentlichkeit auf den eigenen Standpunkt aufmerksam zu machen.
Nach dem 26. September wird INPEG nicht weiterbestehen, da es sich um einen einmaligen Zusammenschluß handelt. Die während der Vorbereitung zu den Protestaktionen geschlossenen Kontakte sollen jedoch weiter gepflegt werden, um sich bei Bedarf wieder möglichst schnell zu gemeinsamen Anti-Globalisierungs-Aktionen zusammenschließen zu können.