• Irmi Salzer
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Desaster-Landwirtschaft vs. Ernährungssouveränität

Welche Form der Landwirtschaft kann die Menschheit ernähren?
Derzeit hungert etwa eine Milliarde Menschen, und täglich sterben mehr als 20.000 an den Folgen des Hungers.

Das vorherrschende profitgetriebene Landwirtschaftsmodell verursacht große ökologische und soziale Probleme. Gleichzeitig ist es hochgradig ineffizient: Es ist kaum zu glauben, aber die industrielle Landwirtschaft funktioniert überhaupt nur, weil pro Kalorie, die produziert wird, zehn Kalorien in den Produktionsprozess hineingesteckt werden.

Die fossilen Energieträger, von denen dieses System hochgradig abhängig ist, verknappen sich (Peak Oil & Peak Gas). Auch fruchtbare Böden sind rarer, als häufig angenommen wird (Peak Soil), und werden durch Monokulturen und Pestizideinsatz zunehmend zerstört. Durch die weitere Expansion der industriellen Landwirtschaft geraten Kleinbäuer*innen und -bauern zunehmend unter Druck, und vor allem im globalen Süden verursachen die Folgen des Klimawandels bereits große Schwierigkeiten.

Irmi Salzer informiert über gegenwärtige agrarpolitische Herausforderungen (mit Schwerpunkt Europa).

Frances Moore-Lappé berichtet über die aktuelle Lage sowie über Gegenstrategien und Alternativen. (Konnte leider live nicht zugeschaltet werden, Anm. d. Red.)

mit
Frances Moore Lappé  (Small Planet Institute / ca)
Irmi Salzer  (ÖBV–Via Campesina Austria / at)

Moderation: Josef Obermoser (Crossroads, Forum Stadtpark / AT)

Aufnahme vom 25.10.2012

Irmi Salzer ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ÖBV–Via Campesina Austria. In dieser Funktion ist sie auch Vorstandsmitglied des Agrarbündnis Österreich sowie Mitglied der Arbeitsgruppe „GAP und Ernährungssouveränität“ der Europäischen Koordination der globalen Kleinbäuer*innen- und -bauernbewegung La Via Campesina (ECVC). Seit 2002 betreibt Irmi Salzer gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und ihren drei Kindern eine kleine Biolandwirtschaft im Südburgenland.