• Demokratie neu entwickeln
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Vielverspechende Ansätze zusammendenken

Seit geraumer Zeit ist in westlichen Gesellschaften eine tiefgreifende Entdemokratisierung zu beobachten, die immer häufiger mit dem Begriff „Postdemokratie“ (Colin Crouch) beschrieben wird. Ökonomische Akteur*innen dominieren die politischen Prozesse. Die Beteiligungsmöglichkeit der Bevölkerung beschränkt sich auf Wahlen, die jedoch allenfalls noch als Feedback dienen, das keinerlei bindende Wirkung auf die gewählten Entscheidungsträger*innen hat.

Auch als Reaktion auf diese bedrohlichen Entwicklungen treten immer mehr Menschen für eine umfassende Demokratisierung der Gesellschaft ein, die deutlich über die bisher real existierende repräsentative Demokratie hinausgehen soll. Wie könnten neue alternative Formen von Demokratie aussehen?

Im Rahmen der Veranstaltung werden das Modell der Rätedemokratie, die basisdemokratische Praxis der Zapatistas in Chiapas/Mexiko und IT-gestützte Formen von Entscheidungsprozessen, wie etwa Liquid Democracy, vorgestellt. Anschließend wird erörtert, was diese vielversprechenden Ansätze möglicherweise voneinander lernen können und wie sie weiterentwickelt und wirkungsmächtiger gemacht werden könnten.

Aufnahme vom 27.10.2012

mit

David Salomon  (Universität Siegen / de)
Paul Friedrich  (Libertad Weiz / at)
Judith Schossböck  (Donau-Universität Krems, JeDEM – eJournal of eDemocracy and Open Government / at)
Daniel Reichert  (Liquid Democracy e.V. / de)

Moderation: Josef Obermoser (Crossroads, Forum Stadtpark / AT) & Daniel Erlacher (Elevate / AT)