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On air – Auswirkungen der Katastrophen bei historischen Veranstaltungen
Was war? Wie geht es weiter?
Das Szenemagazin Huscarl on Air wird anlässlich der aktuellen Katastrophen und allen damit in Verbindung stehenden Dingen „wiederbelebt“. Angesichts der jüngsten Tragödien rückten einige Teile der Szene merklich enger zusammen. Andererseits sind zusätzliche behördliche Auflagen und Einschränkungen für Open-Air-Veranstaltungen sehr wahrscheinlich. Viele Menschen, die bei den Katastrophen nicht dabei waren, haben Probleme zu verstehen, warum andere derzeit auf manche vermeintliche „Kleinigkeiten“ sehr sensibel und emotional reagieren. Was ist in Hochosterwitz und Pöchlarn tatsächlich passiert? Wie soll man in Hinkunft mit Wetterextremen bei Mittelalterfesten umgehen? Antworten versprechen sich die Moderatoren von den vielfältigen Gesprächspartnern der Radiosendung am 23. August.

 

Am 21. Juli wurden bei einem Felssturz während des Mittelalterfestes auf der Burg Hochosterwitz in Kärnten fünf Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Inzwischen konnte Entwarnung gegeben werden, alle werden genesen.

So viel Glück im Unglück war aus Pöchlarn in Niederösterreich leider nicht zu berichten. Bei einer Unwetterkatastrophe sterben zwei Menschen, darunter der Veranstalter. Eine Verletzte liegt bis heute auf der Intensivstation – zum Glück mit vielversprechender Prognose. Weitere acht Personen, zum Teil in der Szene sehr bekannt, wurden mit Verletzungen unterschiedlichsten Grades in die Krankenhäuser eingeliefert. Viele weitere Teilnehmer erlitten psychische Traumata, die bis heute nicht verdaut sind.

Neben vielfältigen Fragen, die sich Darstellern, Händlern und Veranstaltern derzeit stellen, sind auch erfreuliche Folgen des Geschehens zu beobachten. So wachsen manche Teile der Szene wieder enger zusammen, an vielen Orten werden „Kriegsbeile“ begraben. Viele Menschen scheinen sich auf Dinge zu besinnen, die wirklich wichtig sind, kleinere Konflikte und Eitelkeiten treten in den Hintergrund.

Zu folgenden Teilaspekten führen wir zur Zeit Vorgespräche beziehungsweise bitten wir um Kontaktaufnahme von interessierten Lesern und Hörern, um während der Sendung umfassend informieren zu können:

– Schilderung der Ereignisse in Pöchlarn – zum schaffen von Verständnis für all diejenigen, die mit den psychischen Extremzuständen der dortigen Teilnehmer nun etwas überfordert zu sein scheinen.

– Umgang mit den Medien: Ist die Aussage „nicht mit der Presse sprechen“ in irgendeiner Form sinnvoll? Wäre es nicht zielführender, gerade für solche Fälle einen Plan B mit einer punktgenauen, überlegten Pressebetreuung zu haben? Wie sind die Verbreitungswege von Nachrichten – und wie man sich mit falscher Pressebetreuung selbst massiv schaden kann.

– Rechtliche Beurteilung der Extremsituationen und die (Routine-)Suche nach Schuldigen aus der Sicht des Gesetzgebers.

– Kritisches Hinterfragen der rechtlichen und moralischen Aspekte der Vorgangsweise in Hochosterwitz, wo einen Tag nach der Katastrophe wieder Festbetrieb herrschte, der betreffende Weg dann aber wieder über eine Woche lang behördlich gesperrt wurde.

– Wetterextreme: Was tun? Auf welche Vorhersagen kann man sich verlassen? Welche Vorkehrungen sind für Besucher und Darsteller sinnvoll und machbar? Inwiefern ist „Eigenverantwortung“ ein Thema?

– Umdenken bei Veranstaltern? Was wird sich nach der Pöchlarn-Katastrophe im Umgang mit Naturgewalten ändern müssen, insbesondere bei Veranstaltungen in Parkarealen?

– Ein Radio-Nachruf auf Mirco Klar und seine visionären Ideen hinsichtlich der Veranstaltungskultur bei Mittelalterfesten.

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Produziert am:
23. August 2012
Veröffentlicht am:
25. August 2012
Thema:
Gesellschaft
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RedakteurInnen:
Florian Machl, Johann Ertl
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Florian Machl
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