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Am 17. April 2012 besetzten etwa 100 Menschen das Grundstück in der Gerasdorfer Straße im 21. Wiener Gemeindebezirk.

Das Datum war nicht zufällig gewählt.

Am 17. April 1996 wurden 19 Aktivist_innen der Landlosenbewegung MST ( Movimento dos Trabalhaderos Rurais Sem Terra) in der nordbrasilianischen Stadt Eldorado dos Carajas brutal von Polizeikräften ermordet.

Zeitgleich fand in Mexiko dir zweite Konferenz der bäuerlichen Organisation Via Campesina statt.

Die Teilnehmer_innen der Konferenz nahmen in einem Protestmarsch Kurs auf die brasilianische Botschaft und riefen den 17. April zum Internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands aus.

 

Das Gelände, welches am 17. April 2012 besetzt wurde, gehört der Bundesimmobiliengesellschaft ( BIG). Die Universität für Bodenkultur ( BOKU) hatte das Grundstück viele Jahre lang gepachtet und für Forschungen und Versuche genutzt.

Außerdem standen Teile des Areals dem Projekt „Großstadtgemüse“ für Selbstversorgung mit Gemüse zur Verfügung.

 

Nachdem bekannt geworden war, dass die BOKU das Gelände an die BIG in absehbarer zeit zurückgeben würde und dass das Grünland in Bauland umgewidmet werden sollte, versuchten engagierte Menschen, das Gebiet zur landwirtschaftlichen Nutzung – und auch darüber hinaus- zu erhalten.

 

Nachdem die Gespräche ergebnislos verlaufen waren, schien eine Landbesetzung als letztmöglicher Ausweg.

 

 

Im Beitrag kommen Aktivist_innen von SOLILA ( Solidarische Landwirtschaft Jedlersdorf), Anrainer_innen, Beteiligte am Projekt „Großstadtgemüse“, Florian Walther von Via Campesina sowie die Vizerektorin für Finanzen an der BOKU Wien, Andrea Reithmayer, zu Wort.

 

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