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Himmelsaufhellung, Abschirmung der Beleuchtung zwischen Siedlungsbereich und Naturraum, Energieeffizienz und Lichtverschwendung der Kommunen, Störung des menschlichen Biorhythmus sowie Orientierung nachtaktiver Tiere, Alternativen.

Die Interviewpartnerinnen und –partner in der Reihenfolge Ihres Auftretens:

Priv.-Doz. DDr. Thomas Posch
Institut für Astronomie der Universität Wien

DI (FH) Stefanie Suchy
Tiroler Umweltanwaltschaft, Projektleitung „Helle Not“

DI Wilfried Doppler
Wiener Umweltanwaltschaft, Naturschutz

DI Gudrun Schach
Leitung LICHTFORUM Wien, Zumtobel Licht GmbH

Univ. Prof. DI Sibylla Zech
Dep. für Raumentwicklung Infrastruktur und Umweltplanung, TU Wien

DI Thomas Baumgartner
Architekt, Feldbach

Univ. Prof.Dr. Peter Heilig
Augenarzt, Wien

Ao Univ. Prof. Dr. Maximilian Moser
Institut für Physiologie, Med Uni Graz
und Human Research Institut, Weiz

Exemplarisch kontextuelle Zusammenfassung:

„Die immer zahlreicher werdenden künstlichen Lichter, falsch gewählte Leuchtkörper und Lampen verursachen eine künstliche Aufhellung nicht zuletzt des Nachthimmels. Dies hat weitreichende Folgen für die Menschen, die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch für die Wissenschaft. Erneut scheinen sich zwei unterschiedliche Lager in der Gesellschaft ausgebildet zu haben: Nachtschwärmer wie Astronomen, Biologen, Chronobiologen und Mediziner versus Lichtanhänger wie Stadtbildplaner, Werbeleute und Sicherheitskräfte.“
(http://www.landesmuseum.at/schlossmuseum/event-details/die-welt-ist-rund-um-die-uhr-geoeffnet-chancen-und-risken-kuenstlicher-beleuchtung/)

„Der Mensch lebt – wie alle Organismen, die wir bis jetzt kennen – in relativer Nähe zu einem nicht wegzudenkenden lichtspendenden Stern, unserer Sonne. Dennoch: Ebenso allgegenwärtig wie die von der Sonne herrührende Helle des Tageslichts ist dessen Abwesenheit: das Dunkel der Nacht. (…) Man muss sich klar machen, dass es keine andere von Lebewesen empfindbare physikalische Größe gibt, die auch nur annähernd so stark im Tagesrhythmus zu- und abnehmen kann wie die Beleuchtungsstärke.“

„Das Licht in der Nacht bringt den Rhythmus vieler nachtaktiver Tierarten durcheinander. (…) 1950 wurden an einem Standort mit einer Lichtfalle noch 50.000 Insekten in einer einzigen Nacht gefangen. 2008 waren es in Düsseldorf im Schnitt weniger als drei pro Nacht. Diese Falter fehlen als Nahrungsquelle für Vögel und zur Bestäubung vieler Pflanzen. Folgen für die Artenvielfalt sind unausweichlich.“
(Thomas Posch, Astronom)

„Wie viel Licht benötigen wir? (..) Etwas weniger als üblicherweise angeboten wird. Licht wird so gut wie immer positiv bewertet. ‚Mehr‘ Licht wird assoziiert mit ‚mehr Sicherheit‘, mit besserer Sicht, besserer Stimmung, mit Wohlbefinden.“

„Bis zu einer gewissen Grenze. Dann beginnt die Irritation. Und die Blendung. Lichttechnische Normkonferenzen bemühen sich um Optimierungen. Inter-individuelle Unterschiede verhindern jedoch verbindliche Aussagen. Jeder Mensch sieht anders (Helligkeit, Farben), empfindet und verarbeitet anders. Auf jeden Fall anders als das ‚Norm‘-Auge, die ‚Norm‘-Wahrnehmung, die „normierte“ Schwelle, ab der eine weitere Lichtintensitätsteigerung nicht mehr sinnvoll wäre. Das Messinstrument ist – im Grunde – indolent. Schmerzunempfindlich. Lichtintensitätssteigerungen werden begleitet von zunehmendem Missbehagen Betroffener, in der Folge können Schmerzschwellen überschritten werden – ‚das Licht tut weh‘!“
(Peter Heilig, Augenarzt)

„Wir wissen, dass der sogenannte basale Ruhe- und Aktivitätszyklus (Brac) unsere Aufmerksamkeit und Wachheit beeinflusst. (…) Das Phänomen der Erholung stellt ein Grundprinzip lebender Organismen dar, die diese von Maschinen unterscheidet. In der Erholungsphase regeneriert sich der Organismus von selbst, heilt Mikrowunden und reinigt sich selbst von chemischen Abfallprodukten.“
(Maximilian Moser, Chronobiologe)

Links:

Thomas Posch
http://homepage.univie.ac.at/thomas.posch/endedernacht/Vortraege/Tutzing2011.pdf
http://homepage.univie.ac.at/thomas.posch/endedernacht/endedernacht.html
https://www.youtube.com/watch?v=aclNfNCYzjc (Smalltalk mit Thomas Posch: Das Ende der Nacht)

Stefanie Suchy & Wilfried Doppler
http://www.hellenot.org/
http://hms.sternhell.at/hms.php?page=pages/main&country=Austria&lang=Deutsch

Gudrun Schach
http://www.zumtobel.com
http://www.zumtobel.com/PDB/Teaser/DE/AWB_Fassade_und_Architektur.pdf

Sibylla Zech
http://region.tuwien.ac.at
http://www.stadtland.at

Thomas Baumgartner
http://www.planwerkstatt.co.at/

Peter Heilig
http://www.hellenot.org/licht-ein-problem/mensch/
http://www.hellenot.org/fileadmin/user_upload/PDF/WeiterInfos/12_BlendungAugenarzt.pdf
http://www.hellenot.org/fileadmin/user_upload/PDF/WeiterInfos/12_Kuenstliches_Licht.pdf
http://www.hellenot.org/fileadmin/user_upload/PDF/WeiterInfos/10_PSVWien_WieVielLicht.pdf
http://www.forumgesundheit.at/portal27/portal/forumgesundheitportal/channel_content/cmsWindow?p_tabid=5&p_menuid=63353&action=2&p_pubid=140301

Maximilian Moser
http://www.humanresearch.at
http://humanresearch.at/newwebcontent/?page_id=121
http://humanresearch.at/newwebcontent/?page_id=159
http://forschung.medunigraz.at/fodok/suchen.person_uebersicht?sprache_in=en&menue_id_in=101&id_in=90075240
http://www.phzh.ch/Documents/phzh.ch/Ueber-uns/DLC/Downloads/CSPC_eDossier_05.pdf (CSPC E-Learning / E-Dossier 05 / Lernen als Thema der Neurowissenschaften; Lernen und Rhythmus aus Sicht der Chronobiologie. Ein schriftliches Interview mit Prof. Maximilian Moser, Joanneum Research u. Medizinische Universität Graz)

http://www.integrative-oncology.ch/wp-content/uploads/2012/08/2010_outline_rhythmus.pdf
http://www.integrative-oncology.ch/wp-content/uploads/2012/08/2010_moser_cancer_and_rhythm_cancer_cause_control_2006.pdf
http://independent.academia.edu/MaxMoser
http://www.academia.edu/1475699/2006WhyLifeOscillates
http://www.heartbalance.org/images/stories/2009-wobrazeks-newsleben-chronobiologie.pdf
http://www.springerlink.com/content/w0536k7764p03223/ (Cancer Causes and Control Volume 17, Number 4 (2006) – ‚Cancer and Rhythm‘ by Maximilian Moser, Karin Schaumberger, Eva Schernhammer and Richard G. Stevens)
http://m.faz.net/aktuell/wissen/medizin/chronomedizin-das-herz-zerriss-im-morgengrauen-11489705.html
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/chronomedizin_aid_227783.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/7945145.stm (BBC NEWS 15-03-2012 ‚Night shifts spark cancer pay-out‘)

Diverse andere interessante Links
https://www.youtube.com/watch?v=5U2-h9LzR3M (Doku 2015- Lichtsmog- Der helle Wahnsinn)
http://www.hellenot.org/fileadmin/user_upload/PDF/WeiterInfos/11_GeoMagazin_VerloreneNacht.pdf
http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00847/index.html?lang=de&do (Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Umwelt BAFU; Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen – Ausmass, Ursachen und Auswirkungen auf die Umwelt; 2005)
http://www.lichtverschmutzung.de/dokumente/PostTower_und_Vogelwelt.pdf
http://www.urbanwildlands.org/Resources/LongcoreRich2004.pdf (The Ecological Society of America; – Front Ecol Environ 2004; 2(4): 191–198: ‚Ecological light pollution‘ by Travis Longcore and Catherine Rich)
http://www.ooe-umweltanwaltschaft.at/xbcr/SID-904819EB-156693B6/LV_nur-TEXT.pdf
http://www.igb-berlin.de/tl_files/data_igb/_aktuell_presse/_downloads/3_pdf_dokumente/LeibnizZwischenruf-02-2009-2.pdf

Zu diesem Thema sind noch zwei weitere Sendungen verfügbar!

 
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Produziert am:
09. Mai 2012
Veröffentlicht am:
10. Mai 2012
Thema:
Wissenschaft Ökologie
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RedakteurInnen:
Andreas Pruner, Robert Stadler
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