Gerhard Bronner 100. Gbtg.

Podcast
Wienerlieder
  • 20221016
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Im Mittelpunkt dieser Sendung steht Gerhard Bronner, Komponist, Autor, Musiker und Kabarettist, der vor 100 Jahren am 23. Oktober 1922 in Wien-Favoriten geboren wurde. Er starb am 19. Jänner 2007, der Vater war Tapezierer, die Mutter Näherin, großgezogen wurde er von seinem um 15 Jahre älteren Bruder Emil, der im Bürgerkrieg 1934 erschossen wurde. Das Gymnasium hat er mit 5 fünfer abgebrochen, lernte Schaufensterdekorateur, als Jude floh er 1938 allein in die Tschechoslowakei und später nach Palästina, kehrte nach dem Krieg zurück und mit der Kabarettrevue „Brettl vor´m Kopf“ begann 1952 seine Karriere als Kabarettist und im gleichen Jahr schrieb er den g´schupften Ferdl. Er war dann musikalischer Leiter der Unterhaltungsabteilung im NDR, wo der dann aus dem „g´schupften Ferdl“ den „blassen Gustav“ machte. 1955 kehrte er nach Wien zurück, pachtete die Marietta-Bar, 1959 übernahm er das Neue Theater am Kärntnertor, dann leitete er die TV-Serie „Das Zeitventil und später das Radiokabarett „Der Guglhupf“. 1988 drohte ihm wegen Steuerschulden das Gefängnis und er floh nach Florida. Robert Jungbluth und Freunde zahlten aus einer Spendenaktion die Schulden von Gerhard Bronner und so kehrte er 1993 nach Wien zurück. Kurz vor dem Tod von Gerhard Bronner habe ich ein Interview mit ihm machen dürfen, das aber nie ausgestrahlt wurde.
Darf ich auf die CDs „Gerhard Bronner- Wann i nimmer singen kann“, die „CD Qualtinger-Songs“ und die Doppel CD „Der g´schupfte Ferdl geht Tauben vergiften im Park“ hinweisen, die in dieser Sendung verwendet wurden.

Dann möchte ich an Walter Kramer erinnern. Er wurde am 22. 7. 1938 geboren und starb vor 5 Jahren am 13. 10. 2017. Als singender Koch war er oft im ORF zu sehen und hören und war Küchenleiter bei Unilever und entwickelte dort Fertigprodukte. Walter studierte Harmonielere und Kontrapunkt und trat 1961 sogar in der Wiener Stadthalle auf und hat zahlreiche Wienerlieder geschrieben, wovon wir 3 in dieser Sendung hören

Vor 65 Jahren ist Ralph Benatzky gestorben. Geboren am 5. Juni 1884 in Mähren als Rudolph Josef Frantisek Benatzky, gestorben am 16. Oktober 1957 in Zürich. 1899 trat er in die Kadettenanstalt in Wien ein, wurde 1904 Fähnrich und 1907 krankheitsbedingt beurlaubt und mit 24 Jahren in den Ruhestand geschickt. Jetzt hatte er genug Zeit für die Musik, leitete das Kabarett Bonbonniere in München, die bunte Bühne Rideamus in Wien. 1901 schrieb er seine erste Operette, lebte dann wieder in Berlin und 1930 gelang ihm der Durchbruch mit der Operette „Im Weissen Rössl“. Mit dem finanziellen Erlös dieser Operette kaufte er sich 1932 eine Villa in Thun/ Schweiz, emigrierte 1940 in die USA um 1948 wieder nach Zürich umzuziehen. Dort ist er dann auch gestorben, bestattet wurde er aber aus eigenem Wunsch in St. Wolfgang im Salzkammergut. Er hat weit über 20 Operetten und Lustspiele geschrieben, aber ich bin oft selbst überrascht, wie viele Wienerlieder von Ralph Benatzky stammen. Eine kleine Auswahl spiele ich in dieser Sendung

Im Ausklang will ich noch an Emmerich Kalman erinnern, der vor 140 Jahren am 24. Oktober 1882 geboren wurde. Ich hoffe, die Sendung gefällt Ihnen und vielleicht schreiben Sie mir ein paar Zeilen an redaktion@radiowienerlied.at

Ihr

Erich Zib

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