Frauen* in der Kulturarbeit

Podcast
Kulturradio – Die monatliche Sendung der IG Kultur Steiermark
  • Kulturradio Mar 22
    120:00
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2 Std. 02 Sek.
Funtastic - (K)ein Jugendzentrum
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1 Std. 59:54 Min.
Diversitätssensible Kulturarbeit
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2 Std. 00 Sek.
Synergien in der Jugend-, Kultur- und Stadtteilarbeit
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2 Std. 00 Sek.
Gendergerechte Kulturarbeit
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1 Std. 59:49 Min.
Jugendkultur und Jugendarbeit
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2 Std. 00 Sek.
Konfliktuelle Kulturpolitik
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2 Std. 00 Sek.
Subkulturelle Räume
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2 Std. 00 Sek.
Kulturarbeit in den steirischen Regionen
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1 Std. 58:18 Min.
Emanzipatorische Kulturarbeit in der Steiermark

Kulturradio – Die Sendung der IG Kultur Steiermark.

Diesmal dreht sich alles um Frauen in der Kulturarbeit. Es geht um aktuelle Problemlagen, notwendige Veränderungen und Maßnahmen und einen historischen Rückblick über feministsiche Kunst und Kulturarbeit in Graz.

Ihr hört Aussschnitte einer Videokonferenz von vergangenen März. Es geht u.a. um die Situation in der Region, im Theaterbereich und um Probleme von Frauen mit Migrationshintergrund. Eingeladen waren Alina Zeichen von der IG KiKK – der Interessenvertretung von Kulturinitiativen in Kärnten Koroska, Karoline Droschl-Pieringer – Musikerin und Gründerin vom Grrrls Kulturverein, Uli Vonbank-Schedler vom Verein murauerInnen) sowie Asiyeh Panahi vom Verein kontra.punkt.

Weiters ein ausführliches Interview mit der IG Kultur Steiermark Geschäftsführerin Lidija Krienzer Radojevic geführt von Sandra Kocuvan (Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik) im Rahmen ihrer Interviewserie mit Frauen aus der Kunst und Kulturszene , Lidija spricht über geplante Projekte der IG Kultur Steiermark, die allgemeine prekäre Lage und Rolle und Sichtbarkeit von Frauen im Kulturbereich, notwendige politische Maßnahmen um die Lage zu verbessern und über die Vereinbarkeit von Familie, Kindern und Kulturarbeit.

Im zweiten Teil der Sendung hört ihr ein ausführliches Gespräch mit Iris Kasper (Contemporary Collective Graz) und Reni Hofmüller (ESC medien kunst labor Graz). Ausgangspunkt ist Iris‘ Masterarbeit unter dem Titel „Kollaborative feministische Kunst in Graz zum ausgehenden Jahrtausend an den Beispielen „Eva & Co“ und „Kunstverein W.A.S„.“ (Anmerkung: die Masterarbeit ist mittlerweile abgeschlossen und hier verfügbar) Unter anderem erfahren wir wieso es wichtig ist einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und was sich in 30/40 Jahren feministischer Kulturarbeit in Graz so alles getan hat.

Min ’02:20 Mitschnitt Konferenz „Frauen in der Kulturarbeit“
Min ’26:40 Interview Lidija Krienzer-Radojevic
Min ’59:30 Gespräch mit Iris Kasper und Reni Hofmüller über Kollaborative feministische Kunst in Graz

Die (diesmal leider sehr kurzgekommene) Musik der Sendung kommt vom neuen Grrrls Mixtape #3.

In der EU sind nahezu die Hälfte der im Kultursektor arbeitenden Frauen. Zwei Drittel davon sind akademisch ausgebildet. Es gibt also den Anschein, dass der Kulturbetrieb eine Geschlechtergerechtigkeit geschafft hat die sich andere Sektoren wünschen. Doch wenn wir diese Statistik den Problemen im Kultursektor gegenüberstellen, sieht die Lage ganz anders aus. Der Anteil an Selbstständigen ist in diesem Sektor doppelt so hoch, wie in der Wirtschaft . Das Hauptproblem der Arbeitenden im Kulturbereich, insbesondere bei Selbstständigen, ist die Auflösung von Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben von der besonderes Frauen belastet sind.

Dazu kommen fehlende soziale Absicherung und geringe Einkommenssicherheit, Ungerechtigkeiten in der Bezahlung, zu wenige Frauen in leitenden Positionen, Fremd und Selbstausbeutung sowie eine generelle Marginalisierung der Bedeutung von Kulturarbeit für die Gesellschaft. Den negativen ökonomischen Auswirkungen folgen oftmals auch negative psychologische Folgen.

Corona hat die Arbeitsbedingungen für das kulturelle Prekariat noch weiter verschärft und die Ungleichheiten innerhalb des Kulturbereiches vertieft. Es braucht tief gehende Analyseprozesse um den dringend notwendigen großen Schritt in eine emanzipatorische Kulturpolitik zu machen und patriarchale Strukturen aufzulösen.

„Intergalactic Superwoman“ by Veronika Dreier.

 

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