HADES

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Feiner Spott und beißende Ironie zeichnet die Kunst des Schöpfers von „Moff“ aus. Von der Kirche desavouiert, von einem griechischen Gericht verurteilt: Vor dem Lockdown haben wir Gerhard Haderer noch in seiner aktuellen Ausstellung im Schlossmuseum Linz zum Interview getroffen.

Kosmos

Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven. Nicht zufällig unterzeichnet Gerhard Haderer seine Kunst mit „Hades“, dem Gott der Unterwelt.

Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 70 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landeskultur nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Boden.

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