Draußen vor der Tür

Podcast
Phönix on Air
  • theaterphoenix20102021
    30:00
audio
30:00 Min.
Das Theater als Klimazone
audio
30:00 Min.
Eurydike*Orpheus
audio
30:00 Min.
Taumel und Tumult
audio
30:00 Min.
Der Besuch der alten Dame
audio
30:00 Min.
Die Affäre Odilon
audio
30:00 Min.
Schiller. Aufruhr und Empörung - Theater Phönix
audio
30:00 Min.
Else (ohne Fräulein)
audio
30:00 Min.
Die Rückkehr der Blues Brothers
audio
30:24 Min.
Viel Lärm um nix!

Unteroffizier Beckmann, der eben erst aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist, hat alles verloren. Seine Frau hat einen anderen, sein Kind ist tot, seine Gesundheit ist ruiniert, er hat Hunger und friert. Die Elbe spuckt die „Rotznase von einem Selbstmörder“ aber wieder aus, zu jung ist er, zu unerfahren. Und so irrt Beckmann, getrieben von der Frage nach Moral und Verantwortung, durch Hamburg, findet aber weder Ausweg noch Antworten.
Er ist „einer von denen, die nach Hause kommen und die dann doch nicht nach Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist, und ihr Zuhause ist dann draußen, vor der Tür.“

Darum geht es, kurz zusammengefasst, in Wolfgang Borchert’s „Draußen vor der Tür“, welches er im Spätherbst 1946 in nur wenigen Tagen im Alter von 25 Jahren schrieb. Als Hörspiel wurde es am 13. Februar 1947 zum ersten Mal vom Nordwestdeutschen Rundfunk gebracht und galt als „Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges“. Das Bühnenstück erlebte seine Uraufführung am 21. November 1947, einen Tag nach dem Tod des Dichters.

Wir senden einige Aussschnitte aus dem Stück sowie einen kleinen Überblick über die Handlung und den Schriftsteller selbst von der Regisseurin Caroline Gahnipour und der Dramaturgin Sigrid Blauensteiner.

Infos

Durch die Sendung führt Sarah Praschak.

Schreibe einen Kommentar