Anarchismus, Liebe, Kunst: Gustav Landauer oder die gestohlene Zeit

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Ein Essay von Wilfried Steiner über den Anarchisten, Schriftsteller und Salonredner, Philosoph und Politiker, Mystiker und Pazifist, Gustav Landauer. Der Autor liest am 27. September im StifterHaus aus seinem Essay.

Gustav Landauer zählt zu den schillerndsten Gestalten des deutschen Geisteslebens zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Sein Leben kulminiert in jenen sechs Tagen im April 1919, die wie aus der Geschichte gefallen scheinen: Die Tage der Münchner Räterepublik, als die Künstler und Philosophen die Regierungsbänke einnahmen und sich daranmachten, eine neue Gesellschaft auf den Trümmern des Ersten Weltkriegs zu errichten. Erich Mühsam, Ernst Toller, Ret Marut, der später als B. Traven bekannt wurde – und mitten unter ihnen Landauer als »Volksbeauftragter für Volksaufklärung«.

Wilfried Steiner flaniert mit der Leserschaft durch die Lebensgeschichte Landauers. Er sitzt mit ihnen am Totenbett von Hedwig Lachmann, der großen Liebe Landauers, blättert in seinen Aufsätzen und Gedichten, lauscht den Besprechungen der anarchistischen Räte im Wittelsbacher Palais – und muss fassungslos zusehen, wie Landauer bei der Niederschlagung der Räterepublik erschossen wird.

„Gustav Landauer oder die gestohlene Zeit“ ist im Limbus Verlag erschienen.

Wilfried Steiner im Interview mit Radio FRO.

Die nächsten Veranstaltungen und Lesungen mit Margit Schreiner, Norbert Gstrein und Christoph Ransmayr sind im Programm des StifterHaus angekündigt.

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