Jubiläumssendung 200. Ausgabe

Podcast
Frequently Asked Questions
  • Livesendung_Jubiläum 200_22_07_21
    29:56
audio
"Individualisierung der Schande" - Klassistische Diskriminierung durch Pandemie-Maßnahmen
audio
"Für Seelsorge bin ich nicht ausgebildet" - Arbeiten an der Covid-19-Hotline
audio
"Wäre das mein erstes Semester gewesen, hätte ich es nicht gepackt" - Studieren während der Pandemie
audio
"Umweltbehörde im Lockdown - zunehmende illegale Rodungen" - Indigene am Rio Negro in der Pandemie – Teil 2
audio
"Das Virus wurde absichtlich in die Dörfer gebracht" - Indigene am Rio Negro in der Pandemie - Teil 1
audio
Verpflichtende COVID-Impfung? Ethische und rechtliche Fragen, Teil 2
audio
Verpflichtende COVID-Impfung? Ethische und rechtliche Fragen, Teil 1
audio
Impf-Update Land Steiermark vom 3.9.
audio
Potentially Concerning - Monitoring civil rights in a pandemic
audio
Impf-Patente verhindern die Bekämpfung der Pandemie - ZeroCovid 2/2

Kürzlich zählte die Frequently Asked Questions-Redaktion die 200. selbstproduzierte Ausgabe ihres Formats, das seit dem ersten Lockdown im März 2020 besteht. Zu diesem Anlass trifft sich die Redaktion zu einem Live-Gespräch und stellt sich vor. Wir sprechen über die Anfänge, Highlights, Entwicklungen und Zukunftsvisionen für das Format – und vieles mehr. Die Fragen stellt Toni Pock an die Redaktionsmitglieder  Valerie Quade, Erna Karabegovic, Sarah Kieweg sowie Gea Gracner und Lale Rodgarkia-Dara, die der Live-Runde online zugeschaltet waren.

Das Format entstand im März 2020 als sehr prompte Reaktion auf die ersten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und war zunächst eine werktäglich erscheinende Sendung mit verschiedenen Expert*innen, die zu den täglich neuen Änderungen Stellung bezogen. Das Ziel war von Beginn an, gegen aufkommende Panik und die Gefahr der Isolierung einzelner Menschen anzutreten und sich sachlich mit den neuen, herausfordernden Umständen auseinanderzusetzen. Mit der ständig im Wandel begriffenen Pandemieentwicklung veränderte sich auch das Format und die Redaktion reduzierte auf drei Mal wöchtliches Senden – gleich blieb jedoch der Gesprächscharakter der Show. Auf Englisch und Deutsch interviewte in den letzten 16 Monaten die zeitweise bis zu zehnköpfige Redaktion Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen, viele Vertreter*innen waren im Gesundheits- und Sozialbereich angesiedelt, der besonders starkem Druck ausgesetzt war. Im Fokus standen dabei immer Fragen wie z.B: Was verändert sich gerade (in Ihrem Expertise-Bereich oder Ihrer persönlichen Lebensrealität)? Was bleibt gleich? Welche Benachteiligungen entstehen für einzelne (Rand-)Gruppen der Gesellschaft? Welche Fragen traut sich gerade niemand zu stellen? Wen erreichen die Informationen der Krisenkommunikation/wen nicht? Wie kann es weitergehen?

Die Sendereihe versteht sich nicht zuletzt auch als ein Archiv der Auswirkungen dieser Pandemie für die Zukunft. Dieser Ansatz brachte uns kürzlich eine besondere Ehrung ein, unser Sendeformat wurde mit dem Alternativen Medienpreis in der Kategorie “Geschichte” ausgezeichnet. Dieser prämiert „Medienschaffende, die offen sind für Neues, für Stimmen und Stimmungen sowie Bewegungen in unserer Gesellschaft. Neue Wege aufzuzeigen, damit auch eine alternative Öffentlichkeit zu schaffen, großen und kleinen Skandalen auf den Grund zu gehen.“ Der Alternative Medienpreis fördert kritische Medienkultur im deutschsprachigen Raum: Themen und Ansätze, die im Medienalltag oft vernachlässigt werden, bekommen so mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Leave a Comment