Koalition gegen antimuslimischen Rassismus und Unabhängigkeit der Medien

Podcast
#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
  • Stimmlagen_10062021
    29:59
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Journalismus - eine Orientierung | Verschwörungsmythen enttarnen | Jugend im Fokus
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Demokratie in einer digitalen Gesellschaft | Integration durch Bildung?
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Solidarisch gegen Femizide und das Patriarchat, weltweit! | Antirepressionsbüro unterstützt Betroffene von Polizeigewalt
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#STIMMLAGEN 13. 5. 2021
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Pflegearbeit und COVID 19 | Mädchen und MINT | Radeln fürs Klima
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Wikipedia und die Frauen | Fernsicht Afghanistan
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Fernsicht Afghanistan
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Politik ignoriert Mehrfachdiskriminierungen von Alleinerziehenden | Undokumentiert Arbeiten in der Pandemie
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Klimaklage, Pfarrerinitiative, COVAX Initiative und NS-Wandbild

#STIMMLAGEN 10. 5. 2021

 

#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

Die Themen der Sendung sind:

Koalition gegen antimuslimischen Rassismus | COVID-19 in Nepal | Unabhängigkeit der Medien | Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf!“

  

NEUE „Koalition gegen antimuslimischen Rassismus“

Am Mittwoch den 12. Mai 2021 hat der Verein ZARA-Zivilcourage und ANTI_Rassismus-Arbeit die neue „Koalition gegen antimuslimischen Rassismus“ vorgestellt. Diese Koalition ist ein Zusammenschluss aus Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, und von engagierten Einzelpersonen. Das Grundprinzip der Koalition ist intersektionale Solidarität und ein intersektionales Verständnis von Gleichberechtigung. Die Koalition will damit zur Schaffung einer gerechten Gesellschaft für ALLE beitragen können.

 

Kritik an der Regierung

Die neue zivilgesellschaftliche Koalition hat sich bereits zu Wort gemeldet. In der vergangenen Woche, am Freitag dem 7. Mai 2021, präsentierte die Regierung überraschend den finalen Entwurf des „Anti-Terror-Pakets“. Die „Koalition“ kritisiert diese Vorgehensweise der Regierung, da dies eine kritische zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung erschwert und somit demokratiepolitisch ein bedenkliches Vorgehen darstellt.

 

Mehr Informationen unter: www.diekoalition.at

 

Beitragsgestaltung: Anita Pitsch, freie Redakteurin, sie setzt sich für Gleichstellungsthemen ein und hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert.

 

COVID-19 in Nepal – Lage spitzt sich zu

Nach den Schreckensbildern aus Indien ist es nun Nepal, das um Hilfe ruft, das Virus hat sogar die Basislager am Mount Everest erreicht. Nepal erlebt gerade eine gravierende zweite Welle, die offiziellen COVID-19-Infektionszahlen liegen bei rund 400.000 Menschen. Die indische Mutante hat Nepal längst erreicht, offene Grenzen, unzureichendes Contact Tracing und zu wenig Testungen wurden zum Problem. Mona Sherpa von Care Nepal im Interview.

http://www.carenepal.org/
http://www.careevaluations.org/evaluation/nepal-covid-19-rapid-gender-analysis/

Beitragsgestaltung: Isabella Fresner

 

Unabhängigkeit der Medien

Die Frage der Unabhängigkeit der Medien in Österreich ist eine dringende und Journalist:innen und Vertreter:innen verschiedener Medien versuchten sie im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu beantworten, wozu der Salon Skug am 22. Mai am Wiener Yppenplatz einlud. Ulli Weish, die Geschäftsführerin von Radio Orange, kritisiert die Schieflage in der Branche und spricht von fehlender Finanzierung für qualitative Recherche im Postkapitalismus. Medien, die auf Werbeschaltungen bzw. Finanzierung alleine durch Werbung verzichten, sind sehr oft von der finanziellen Unterstützung staatlicher Einrichtungen abhängig, wie Simon Rosner von der Wiener Zeitung betonte. Im Panel wurden mehrere Lösungsansätze – wie die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens oder die lokale Finanzierung von Medien – besprochen. Die Diskutant:innen waren sich einig: knappe finanzielle Ressourcen sollten die immer wenigeren Journalist:innen NICHT in einen Wettbewerb um die letzten Anstellungsjobs im Journalismus zwingen.

Beitragsgestaltung: Arina Bychkova unter Mitarbeit von Esther Kraler.

 

Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf!“

Die Corona-Pandemie hat die Zahl und Lage der Arbeitslosen in Österreich zunehmend verschärft. Im Mai 2021 waren in Österreich rund 317.000 Arbeitslose registriert. Viele Arbeitslose sind dauerhaft armutsgefährdet oder leben bereits in Armut. Laut einer Umfrage der Volkshilfe im April dieses Jahres sprechen sich 63% der österreichischen Bevölkerung für die dauerhafte Erhöhung des Arbeitslosengeldes aus. Vor diesem Hintergrund startete am Dienstag, dem 1. Juni das Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF!“. Gefordert wird eine Novellierung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom Nationalrat. Zurzeit beträgt die Nettoersatzrate, also jener Prozentteil des letzten Nettoeinkommens, der vom Arbeitsmarktservice (AMS) bei Arbeitslosigkeit ausgezahlt wird, in Österreich 55 %. Das Volksbegehren fordert eine Erhöhung auf 70%.

Die Website des Volksbegehrens „Arbeitslosengeld rauf“:
https://www.arbeitslosengeld-rauf.at

Ein Beitrag von Jules Halbmayer

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