WiderstandsChronologie 28. März bis 10. April 2021

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WiderstandsChronologie
  • WiderstandsChronologie-20210410
    22:49
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Platz für alle: Hausbesetzung in Wien am 26. April 2021
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WiderstandsChronologie 11. bis 23. April 2021
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WiderstandsChronologie 13. bis 26. März 2021
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WiderstandsChronologie 14. Feber bis 12. März 2021
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WiderstandsChronologie 31. Jänner bis 13. Feber 2021
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WiderstandsChronologie 3. bis 16. Jänner 2020
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WiderstandsChronologie 20. Dezember 2020 bis 2. Jänner 2021
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WiderstandsChronologie 5. bis 19. Dezember 2020

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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29./30. März 2021: Proteste gegen Abschiebungen

Am 29. März demonstrierten anlässlich einer für den 30. März geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan rund 120 Menschen vom Innenministerium zum Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände. [Redenausschnitt]

Am 30. März blockierten laut Berichten des Presseservice Wien aus Protest gegen die geplante Sammelabschiebung, oder um diese sogar zu verhindern, rund 100 Menschen mehrere Straßen zum Flughafen. Gegen 8 Uhr wurde die Hainburger Straße von Aktivist*innen, die sich untereinander und an mit Beton gefüllte Einkaufswagerln, Badewannen und ein Fass ketteten, blockiert. Zwei Aktivist*innen seilten sich mit einem Transparent von einer Brücke über der Flughafenautobahn ab, sodass diese gesperrt werden musste. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden die Blockaden im Laufe des Vormittags von der Polizei aufgelöst. 76 Personen seien vorübergehend festgenommen worden, berichtete das Presseservice Wien. Die Letzten seien gegen 22 Uhr freigelassen worden.

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1. April 2021: Aufstehn für saubere Politik

Für eine „saubere Politik […] ohne Korruption und Postenschacher, […] Casino-Affäre, Schredder-Gate, Schmid AG“ und und und, kehrten am 1. April rund 30 Personen vor dem Bundeskanzelamt am Ballhausplatz mal gründlich zusammen. Aufgerufen dazu hat aufstehn.at. [Redenuasschnitt, Interview]

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6./7. April 2021: Demos gegen Femizide/Feminzide

Nach dem Tod jener Frau, die am 5. März von ihrem Ex-Partner mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet worden war, demonstrierten am 6. April in Wien 250–260 Menschen gegen Femizide/Feminizide/Männergewalt. [Redenausschnitte]

Nach Bekanntwerden eines weiteren Femizids in Graz demonstrierten bereits am 7. April wieder 70–80 Personen gegen Femizide/Feminizide/Männergewalt.

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9. April 2021: Gudi muss bleiben

Am 9. April demonstrierten 310–320 Personen gegen die Schließung des Notquartiers Gudrunstraße und gegen alle Einsparungen im Sozialbereich. Und in Solidarität mit dem Team der Gudrunstraße, das am Tag der Demo seinen zweiten, vom ÖGB nicht anerkannten, Warnstreik durchgeführt hat. [Redenausschnitt]

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9. April 2021: Demo für solidarischen Shutdown

Rund 300 Personen forderten am Abend des 9. April mit einer Demonstration von der ÖVP-Zentrale zum Bundeskanzlamt einen solidarischen Shutdown gegen die Corona-Pandemie statt Lockdown-Chaos und Ausgangssperren. [Redenausschnitte]

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10. April 2021: Fahrraddemo gegen Rechtsextremismus und Mitläufer*innen

Am 10. April demonstrierten wieder hunderte oder tausende Corona-Leugner*innen, Corona-Verharmloser*innen, Verschwörungsideolog*innen und Rechtsextreme gemeinsam gegen sämtliche Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.

Rund 400 Antifaschist*innen protestierten mit einer Fahrraddemo gegen Rechtsextremismus und dessen Mitläufer*innen. [Redenausschnitte]

Beim Arsenal wurde die Fahrraddemo überraschend von der Polizei angegriffen. Eine Person wurde wegen angeblicher Missachtung der Corona-Schutzmaßnahmen beim Fahrradfahren festgenommen, zwei weitere Personen wurden im Zuge dieser Amtshandlung wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen.

Als am späten Nachmittag Reste der Fahrraddemo zu einer Solidaritätskundgebung für die Festgenommenen in Richtung Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände unterwegs waren, gab es entlang der Ringstraße weitere Angriffe der Polizei auf die Antifaschist*innen. Höhe Babenbergerstraße wurde dabei eine Person verletzt und einzelne Identitätsfeststellungen durchgeführt. Bei der Bellariastraße wurde die Fahrraddemo zur Gänze eingekesselt. Trotz Aufforderungen der Demonstrant*innen an die Polizei, die Einhaltung von Mindestabständen zwischen den eingekesselten Personen zu ermöglichen, wurde der Kessel von der Polizei so eingeengt, dass die Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen nicht möglich war. Die Demonstrant*innen und zufällig im Kessel gelandete Passant*innen durften schließlich nach Identitätsfeststellungen den Kessel verlassen. An die 70 Personen fanden sich schließlich noch bei der Solidaritätskundgebung für die Festgenommenen beim Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände ein.

Zwei der beim Arsenal Festgenommenen wurden noch Samstagabend freigelassen. Eine Person wurde – laut Informationen des Rechtsinfokollektivs von Sonntagmittag – der Untersuchungsrichter*in überstellt.

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Außerdem gab es weiterhin …

Donnerstagskundgebung gegen die Regierung, jeden Donnerstag um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte beim Marcus-Omofuma-Stein.

Freitägliche Mahnwachen für den seit 2012 in Saudi-Arabien wegen angeblicher Beleidigung des Islams inhaftierten Bloggers Raif Badawi, jeden Freitag um 10 Uhr vor dem König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog am Schottenring.

Und immer wieder gab es Wochenenden für Moria.

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Das war die WiderstandsChronologie.

Auf Wiederhören.

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