Mini-Serie: „Geschlecht, Affekt und Politik“ (Teil 1)

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genderfrequenz
  • Gender, Affect, and Politics_Episode 1_feinschliff_exakt 20min
    20:00
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In der dreiteiligen, englisch-sprachigen Mini-Serie zu „Geschlecht, Affekt und Politik“ diskutiert die Forschungsgruppe „Intimate Readings“ (zu Deutsch: „intime Lektüren“) der Universität Graz, wie Narrative in unterschiedlichen Medien durch die Darstellung geteilter affektiver bzw. emotionaler Erfahrungen ein Gefühl von Identität und Zusammengehörigkeit erzeugen können, wie sie Öffentlichkeiten und Gegenöffentlichkeiten mobilisieren können und wie sie affektive Welten kreieren können, die Leser_innen und Publikum erlauben, dominante Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität zu hinterfragen.

In der ersten Folge geben die Amerikanistin Silvia Schultermandl und die Slawistin Dijana Simić [Diana Siemitsch] eine Einführung in das Forschungsfeld der Affekt-Studien, um zu zeigen, auf welche Art und Weise man Emotionen als politische Phänomene untersuchen kann. Im Anschluss stellt die bekannte Affekt-Forscherin Ann Cvetkovich [En Zwetkovitsch] einige Methoden des kreativen Schreibens vor und lädt das Publikum ein, darüber nachzudenken, wie bestimmte historische und politische Ereignisse sich „anfühlen“. Zudem erkunden May Friedman [Mej Friedmen – englisch aussprechen] und Ahmet Atay [Amed Atai – Betonung auf den ersten As] sog. „public feelings“ – also öffentliche Gefühle. Sie sprechen über Einsamkeit, Angst und die verstärkten Unsicherheiten, mit denen bereits marginalisierter Gruppen in Zeiten der aktuellen Pandemie konfrontiert sind.

Die Literatur- und Kulturwissenschaftler_innen Jana Aresin, Heike Paul (von der Universität Erlangen-Nürnberg), Silvia Schultermandl, Dijana Simić und Si Sophie Pages Whybrew [Sai Souphie Pejdsches Waibru – englisch aussprechen] (von der Universität Graz) bilden die Forschungsgruppe „Intimate Readings“. Die Gruppe entstand 2020 im Rahmen des Elisabeth-List-Fellowship-Programms für Geschlechterforschung an der Universität Graz. Mithilfe der Affekt-Studien untersuchen die Forscher_innen einerseits das Verhältnis zwischen Emotion und Politik sowie andererseits die Repräsentation von Geschlecht und Sexualität in unterschiedlichen Medien.

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