ANDI 149 vom 29.1.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien

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ANDI – Alternativer Nachrichtendienst von ORANGE 94.0
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Lieferkettengesetz, Demo gegen Abschiebungen, Uniproteste in Griechenland
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Protestsongcontest 2021, Kindersoldat*innen, Indien
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Flüchtlingslager, Tunesien heute, Corona-Demos
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ANDI 150 vom 5.2.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien
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ANDI 148 vom 22.1.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien
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ANDI 147 vom 15.1.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien
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ANDI 146 vom 8.1.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien
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ANDI 145 vom 1.1.2021 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien – Ausblicksendung auf das Neue Jahr
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ANDI 144 vom 25.12.2020 – Rückblicksendung des Alternativen Nachrichtendienstes in Wien

Abschiebung von Kindern | SOS Mitmensch startet Kampagne zur Einbürgerung hier geborener Kinder | Riders Collective: Für einen Kollektivvertrag für Fahrradbot*innen | Atomwaffenverbotsvertrag | Crowdfunding wächst stark.

Abschiebung von Kindern

Donnerstag, 28.1.2021 in der Zinnergasse in Wien: In den frühen Morgenstunden protestierten mehr als 150 Menschen gegen die Abschiebung einer Familie nach Georgien. Auch Kinder sind unter den Abgeschobenen, ein Mädchen wird nach Georgien geschickt, ein anderes nach Armenien.  Ein hohes Polizeiaufgebot wird kritisiert, die WEGA löste die Sitzblockade auf.

Ein Beitrag von: Isabella Fresner

 

SOS Mitmensch startet Kampagne zur Einbürgerung hier geborener Kinder

Um Österreicher*in zu sein, reicht es nicht, aus Österreich zu kommen. Die österreichische Staatsbürger*innenschaft hängt nämlich an der Herkunft – und damit oft am Einkommen – der Eltern. SOS Mitmensch hat in der vergangenen Woche eine Kampagne für den verbesserten Zugang hier geborener und aufgewachsener Kinder und Jugendliche gestartet. Damit soll nicht nur den betroffenen Kindern geholfen werden, sondern auch einem zunehmenden Demokratiedefizit entgegengewirkt werden, denn ohne österreichischen Pass gibt es auch kein Wahlrecht auf Bundes- und Landesebene.

Ein Beitrag von Stefan Resch

 

Riders Collective: Für einen Kollektivvertrag für Fahrradbot*innen

Am 19.01.2021 wurde zwischen der Gewerkschaft vida und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) der neue Kollektivvertrag für Fahrradbot*innen in Österreich abgeschlossen. Erfolgreich konnte man sich auf eine Lohnerhöhung um 2,2% sowie ein Anheben des Kilometergeldes von 0,14 € auf 0,24 € einigen. Die Forderung nach Sonntagszuschlägen und Taggelder, wie sie etwa im Kollektivvertrag für Kleintransport vorzufinden sind, scheiterte jedoch. Trotz der Freude über die neuen Bestimmungen darf nicht vergessen werden, dass der Kollektivvertrag lediglich für ein Drittel der Fahrradbot*innen Gültigkeit hat. Der Großteil arbeitet als freie Dienstnehmer*innen und ist somit aus dem Kollektivvertrag ausgeschlossen. Riders Collective, ein Zusammenschluss von Fahrradbot*innen in freien Dienstverhältnissen, setzt sich gemeinsam mit der Gewerkschaft vida für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und betriebliche Mitbestimmung für freie Dienstnehmer*innen ein.

Beitragsgestaltung: Jana Pichler

 

Atomwaffenverbotsvertrag

Drei Monate nach der Ratifikation durch mindestens 50 Staaten trat am 22. Jänner 2021 der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Nuklearwaffen werden damit international geächtet. Das Abkommen verpflichtet die teilnehmenden Staaten dazu, Atomwaffen „unter keinen Umständen“ einzusetzen, und wird von österreichischer Seite maßgeblich unterstützt. Allerdings lehnen alle Atommächte einen Beitritt ab. Dennoch stellt das Inkrafttreten des Vertrags aus Sicht der globalen Anti-Atomkraft-Bewegung einen historischen Meilenstein dar.

Ein Beitrag von Lara Kuen und Dagmar Klamminger

 

Crowdfunding wächst stark

Mit der Covid19 Pandemie starteten zahlreiche Crowdfunding-Kampagnen; etwa zur Rettung von Unternehmen oder Beschaffung von Hygiene-Material. Die internationale Crowdfunding Plattform GoFundMe startete eigens eine Covid19 Kategorie. Zwar ist diese Finanzierungsform in Österreich noch nachrangig, sie befindet sich aber in einem starken Wachstum. 2020 wurden laut Schätzungen der Plattform Crowd Invest rund 70 Millionen Euro über österreichische Crowdfunding-Plattformen investiert. Der Großteil entfällt dabei auf das sogenannte Crowd-Investing, bei dem einzelne Menschen zu Eigenkapitalgeber*Innen werden. Im NGO-Bereich dominieren aber die Spenden-Kampagnen, mit deren Hilfe Projekte verwirklicht werden können. Crowdfunding hat neben der Funktion des Geldauftreibens auch eine andere Funktion – es zeigt sich daran auch, was eine Gesellschaft in welchen Sektoren gerade braucht. Peter Vendar, Mitgründer des Social Entrepreneurship Centers der Wirtschaftsuniversität Wien, Fritz Fessler und Elisabeth Blum von Gemeinwohlprojekte.at und Ronya Alev von respekt.net geben Einblick in die unterschiedlichen Formen des Crowdfunding und beschreiben einzelne Spenden-Kampagnen sowie Crowdfunding-Initiativen im NGO Bereich.

Ein Beitrag von Elisabeth Woditschka.

 

 

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