Die letzten Videotheken

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Radio AUGUSTIN
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    20:57
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Magazinsendung. Ein Portrait des Musikers Chris Janka und Literatur von Thereza Hossa.
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Radio Augustin Magazin
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Zündstoff
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aufg'legt: Julia Lacherstorfer
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eing'SCHENKt: Armutsbetroffene und die Corona-Krise
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Ars Electronica 2020: be_water
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Saal B - das Augustin-Filmjournal / Oktober 2020
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Saal B - das Augustin-Filmjournal / September 2020
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Saal B - das Augustin-Filmjournal / Letzte Ausgabe

Es war im Jahr 1975, als das Kino Beine bekam und über Nacht aufrecht in die Wohnzimmer der Welt wanderte. Irgendwo in der Weite zwischen Stephen Spielbergs „Der weiße Hai“, dem „Schulmädchen-Report“, diversen Lauten von diversen Almen und Stanley Kubricks „Barry Lyndon“ eröffnete in der deutschen Stadt Kassel die erste Videothek der Welt. Zumindest wird dieser deutsche Vorsprung vor der amerikanischen Hollywood-Maschine so im britischen Guinness Book of Records dokumentiert. Die VHS-Cassette, ein Kürzel für Video Home System, machte es möglich, Kinofilme in den eigenen vier Wänden anzusehen. Das Fernsehen konnte das zwar auch, aber nur zu bestimmten Zeiten und ohne Mitspracherecht bei der Programmgestaltung. Als Nahversorger für das flimmernde Heimkino diente eine wachsende Videothekenszene: Ende der 80er- und in den 90er-Jahren gab es in Wien an die 1000 Videoverleihe, mit klingenden Namen wie „Alphaville“, „Dämonia“, „Videoring“ oder „Videopalast.“ Ins Heute retten konnten sich nicht einmal ein halbes Dutzend, Pornotheken nicht mitgerechnet – und das älteste Kino der Alpenrepublik ist nicht in Wien zu finden, sondern in Kärnten …

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