Beitrag: UG-Novelle: Warum Studierende auf die Straße gehen

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  • Beitrag_2021_01_19_Warum wegen der geplanten UG-Novelle wieder auf die Straße gehen_31m54s
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24 ECTS in den ersten beiden Studienjahren – das sieht die Novelle des Universitätsgesetzes vor. Anfang Dezember von Bildungsminister Heinz Faßmann und Eva Blimlinger, Wissenschaftssprecherin der Grünen, präsentiert, haben erste Proteste nicht lange auf sich warten lassen. Die Bewegung „Bildung brennt“ wehrt sich. Wogegen? Wenn in den ersten zwei Jahren nicht 24 ECTS absolviert werden, droht der Ausschluss des Studiums für ganze 10 Jahre. Gleiches passiert, wenn die StEOP nicht geschafft wird. Kritiker*innen sehen den freien Hochschulzugang bedroht – v.a. für erwerbstätige Studierende (immerhin 56%) oder solche mit Betreuungspflichten seien diese Bedingungen nicht gerade mit links zu erfüllen.

Viele sehen auch die Hochschuldemokratie in Gefahr: Für die erste Wiederbestellung von Rektor*innen soll künftig eine Zweidrittel-Mehrheit im Universitätsrat reichen – der Senat, der die Universitätsangehörigen vertritt, soll dafür nur mehr angehört werden müssen, statt wie bisher mitwählen. Durch den Universitätsrat wird nun vermehrte Einflussnahme durch die Politik befürchtet.

Immerhin: Die UG-Novelle sieht auch vor, dass künftig geschlechtsspezifische und –neutrale Eintragungen im Pass möglich sind, also: Mag.a oder Mag.x. Und, um nochmal auf die ECTS zurückzukommen: Laut UG-Novelle sollen die ECTS in Zukunft realistischer vergeben werden – das heißt, dass ein ECTS wirklich einem Arbeitsaufwand von 25-30 Stunden entspricht, wie es ursprünglich vorgesehen war. Hier wird also im Sinne der Studierenden nachgeschärft. Außerdem müssen Lehrende vor Start der Lehrveranstaltung die genauen Modalitäten zu Ablauf, Inhalt, Prüfung usw. bekanntgeben.

Bildung brennt gibt sich damit aber nicht zufrieden. Dort fragt man sich auch: Warum gerade jetzt?

Am 15. Jänner war die Gutachtungsfrist zu Ende. Ab dem Studienjahr 2021/22 soll die UG-Novelle in Kraft treten.

 

Hier einige Hinweise, wo Sie genauere Informationen und Stellungnahmen finden:

Kommentar von Eva Blimlinger: „UG-Novelle: Am Unhaltbaren festhalten?“
Ministerialentwurf
Stellungnahmen
Presseunterlage „Eckpunkte der UG-Novelle“

www.bildung-brennt.at
www.oeh.ac.at/
www.oeh.jku.at/
www.sozialerhebung.at

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